Grafik zu Corona-Krise: Luftqualität in Werne drastisch verbessert

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Schon Ende März hatten die Raumfahrtbehörden Nasa und Esa die bessere Luftqualität unter den Ausgangssperren verdeutlicht. Jetzt zeigt sich auch in Werne, dass sich die Luftqualität drastisch verbessert hat.

Werne

, 13.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seitdem das Coronavirus sich in Deutschland ausgebreitet und Bund und Länder daraufhin weitreichende Maßnahmen ergriffen haben, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, hat sich die Luftqualität offenbar deutlich verbessert.

Von diesem Trend hatten bereits Ende März die Raumfahrtbehörden Nasa, Esa und die Deutsche Luft- und Raumfahrtbehörde berichtet. Auch unsere Redaktion hatte Ende März in einer eigenen Auswertung bessere Luftwerte für Werne festgestellt. Nun hat sich der Trend offenbar fortgesetzt.

Werne war bereits Anfang März, als es noch kein Kontaktverbot oder Schließungsanordnungen für Geschäfte und Gastronomien gab, weit von den Grenzwerten für Feinstaubpartikel PM 10 und PM 2.5 entfernt (PM steht für „particulate matter“ und heißt zu Deutsch Feinstaub).

PM 10 beschreibt Feinstaubpartikel, die kleiner sind als 10 Mikrometer (0,01 Millimeter). PM 2,5 misst Schwebstaubpartikel, die einen kleineren Durchmesser haben als 0,0025 Millimeter. Dabei gilt: Je kleiner die Partikel, desto besser können sie sich in der Lunge festsetzen. Und hier ihren Beitrag zu Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen wie Lungenkrebs leisten. Bei Kindern können die Partikel das Wachstum der Lunge beeinträchtigen.

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In Deutschland darf der PM 10-Wert am Tag 50 Mikrogramm nicht übersteigen. Für den PM 2.5-Wert gibt es lediglich einen Jahresdurchschnittswert von 25, obwohl diese nachweislich tiefer in die Hauptbronchien und Lungenbläschen eindringen.

Die höchsten Werte im März in Werne wurden am Donnerstag des 5. März (PM 10: 30,29; PM 2.5: 19,24) und am Freitag des 13. März (PM 10: 30,54; PM 2.5: 21,77) gemessen. Bis zum 16. März fallen beide Werte rapide ab und halten sich mit einigen Ausschlägen seither auf einem Niveau zwischen 11,04 und 1,65 (PM 10) und 7,3 bis 1,01 (PM 2.5).

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Das könnte daran liegen, dass am 22. März das weitreichende Kontaktverbot von Bund und Ländern in Kraft getreten ist. Von dann bis zum 10. Mai waren Ansammlungen von mehr als zwei Personen untersagt. Seither dürfen sich Angehörige maximal zweier Haushalte wieder treffen - mit dem nötigen Mindestabstand. Auch Gastronomien sind seit Montag wieder geöffnet.

Bereits Mitte März hatten Geschäfte und dann Gastronomien deutschlandweit geschlossen. Auch Unternehmen haben ihre Mitarbeiter, soweit möglich, ins Home Office geschickt. Davon berichteten auch Hoteliers in Werne und Herbern, die normalerweise mehr Außendienstmitarbeiter beherbergen. Laut der Deutschen Presse-Agentur hatten Ende März Millionen Menschen in Deutschland erstmals in ihrem Berufsleben von zu Hause aus gearbeitet.

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