Das Verbot von Großveranstaltungen haben Bund und Länder am Donnerstag bis Ende des Jahres verlängert. Was bedeutet das für eine mögliche Alternativveranstaltung der Sim-Jü-Kirmes in Werne? © Jörg Heckenkamp (A)
Veranstaltung in Werne

Großveranstaltungen bis Ende 2020 verboten: Platzt nun das Sim-Jü-Alternativ-Event?

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten sind. Bedeutet das auch das Aus für eine Alternativveranstaltung zur Sim-Jü in Werne?

Die Sim-Jü-Kirmes in Werne hat die Stadt Werne am Mittwoch offiziell abgesagt. Mit der Absage gaben die Verantwortlichen bekannt, dass man nun über eine Alternativveranstaltung beraten wird. Einen Tag später haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Großveranstaltungen bis mindestens Ende des Jahres verboten sind. Bedeutet die neue Regelung auch das Aus für eine Alternativveranstaltung in Werne?

„Nein. Unabhängig von dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende 2020 werden wir weiter Gespräche führen, um zu schauen, ob und wie eine Alternative zu Sim-Jü stattfinden kann“, erklärt Kordula Mertens, Ordnungsamtsleiterin der Stadt Werne. Klar ist: Es wird keine Innenstadt-Kirmes geben.

Strenge Regeln für Veranstaltungen

Eine abgespeckte Version auf einem festen Veranstaltungsgelände mit begrenzter Besucherzahl ist denkbar. Und nach der neuen Regelung, die am Donnerstag bekannt wurde, sind Veranstaltungen nur dann erlaubt, wenn Hygieneregeln eingehalten werden können, ebenso wie die Nachverfolgung der Kontakte. Demnach müssen Besucher einer „kleinen Sim-Jü“ ihre Kontaktdaten hinterlegen. Ob dies beispielsweise mit einer Reservierung vorab oder einem Ticketsystem ermöglicht wird, ist noch unklar.

Klarheit soll es aber schon in der kommenden Woche geben. Denn die Zeit rennt: Der eigentliche Sim-Jü-Termin (24. bis 27. Oktober), der wohl auch für eine alternative Veranstaltung in Frage kommt, rückt immer näher. „Wir werden mit den Schaustellern Gespräche führen und genau überlegen, was möglich ist. Über den Termin, über die Veranstaltungsfläche und die Größenordnung werden wir schnell entscheiden müssen“, erklärt Mertens.

Auch die Frage, wer ein solches Event veranstaltet, muss geklärt werden. Die Stadt Werne als Veranstalter der eigentlichen Sim-Jü informiert derzeit alle Schausteller über die Absage. 193 Verträge werden laut Mertens nun aufgelöst. Für den Kram- und Viehmarkt seien 102 Bewerbungen eingegangen. Da habe es noch keine Verträge gegeben.

Über die Absage wurden die potenziellen Beschicker sowie der Festzeltwirt oder der Gewerbezeltbetreiber aber nun informiert. Das gilt auch für die weiteren Beteiligten der Sim-Jü-Kirmes – etwa Polizei, Feuerwehr, DRK, Security-Dienst, Elektrofirma oder die Pyrotechniker für das geplante Feuerwerk.

„Wir sind alle sehr traurig über die Absage. Aber aufgrund der Begebenheiten und nach all den Gesprächen, die wir geführt haben, sind wir zu dem Ergebnis der Absage gekommen“, erklärt Kordula Mertens. Für die Maikirmes und Sim-Jü 2021 wurde nun unterdessen die Ausschreibung mit einem Hinweis auf eine mögliche Absage aufgrund von Corona veröffentlicht. Erste Bewerbungen von Schaustellern gingen bereits ein. Mit der Hoffnung auf eine Kirmes in gewohnter Form.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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