So helfen Sie Hund und Katz durch die Hitze-Zeit: 9 Tipps von der Tierärztin

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Hund und Katz leiden genauso wie wir Menschen unter der Hitze. Doch die Werner Tierärztin Stefanie Mors hat neun Tipps, um die Tiere gut durch den Sommer zu bringen.

Werne

, 29.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Wochenende wieder über 30 Grad: Doch nicht nur Menschen leiden unter den Temperaturen, sondern auch Katzen und Hunde. Um gut durch den Sommer zu kommen, sind sie auf die Hilfe ihrer Besitzer angewiesen. Wie Sie ihrem Vierbeiner helfen können, zeigt Tierärztin Stefanie Mors:

1. Tagsüber Ausflüge mit dem Hund möglichst vermeiden:

In den heißen Mittagsstunden sollte man das Gassigehen mit dem Hund möglichst vermeiden, sagt Tierärztin Stefanie Mors. Spaziergänge sollte man möglichst frühmorgens oder spätabends machen, damit der Vierbeiner nicht zu erschöpft ist.

„Natürlich muss ein Hund auch mal mittags sein Geschäft machen“, sagt die Tierärztin. Doch dann sollte man nur kurz vor die Tür und möglichst in den Schatten. Kühle Spaziergänge sind auch im Wald möglich.

2. Das Fell scheren:

Nicht nur wir Menschen empfinden mehr Wärme, wenn wir mehr Haare auf dem Kopf haben. Auch Hunde und Katzen mit langem Fell leiden unter der Hitze. In den Sommermonaten hilft es, ihnen das Fell zu kürzen, um ihnen mehr Frische zu spenden.

3. Tiere kühlen:

Ein nasses Handtuch kann Hund und Katz schon viel Abkühlung spenden. Manche legen sich gerne darauf, andere kann man damit sogar zudecken. Auch PET-Flaschen mit kaltem Wasser oder Kühlpacks helfen.

Laut Mors gibt es in Tierhandlungen sogar Kühlmatten, die man in den Kühlschrank legt, um die Tiere anschließend damit zu kühlen. Doch auch ein Wasserschlauch sorgt schon für Abhilfe.

4. Das Auto wird zur gefährlichen Sauna:

„Bitte Tiere auf keinen Fall im Auto lassen“, sagt Mors. Selbst im Schatten geparkte Fahrzeuge erhitzen sich schnell und werden dadurch zur Qual für Hunde. Sie können im schlimmsten Fall sogar kollabieren.

5. Kühler Snack:

Wir schmeißen uns gerne Eiswürfel in die Getränke. Genauso gerne haben es auch Tiere. Ihnen kann man die Würfel zum Schlecken geben, damit sie sich abkühlen.

6. Joggen und Laufen am Fahrrad vermeiden:

Joggen und Laufen am Fahrrad gilt es, tunlichst zu vermeiden. Dafür ist es viel zu heiß. „Mein Hund würde selbst jetzt noch gerne am Fahrrad laufen, aber nach ein paar Metern würde er schon keine Puste mehr haben. Das lassen wir lieber sein“, sagt Mors. Erst wenn es kühler ist, könne man das wieder machen.

7. Katzen in der Wohnung behalten:

„Katzen sind manchmal verrückt“, sagt Mors. Selbst bei größter Hitze toben manche von ihnen noch in der Sonne herum. Das sei allerdings gar nicht gut für sie.

Auch Katzen sollte man möglichst tagsüber in der Wohnung behalten oder zumindest im Schatten. „Aber häufig sind Katzen auch faul und wollen sich sowieso eher ausruhen bei der Hitze.“

8. So funktioniert der Transport in der Box gut:

In der Transportbox macht es Tieren noch weniger Spaß als sonst schon bei diesem Wetter. Mors’ Tipp: Etwas Kühles mit in die Box legen, damit es dort nicht so warm ist. Alternativ können Besitzer auch ein feuchtes Handtuch darüber ausbreiten.

9. So erkennen Sie, dass ihr Tier zu sehr unter der Wärme leidet und Sie handeln müssen:

Leidet ihr Haustier unter Gleichgewichtsstörungen, hechelt stark, hat knallrote Augen oder eine rote Zunge, rast der Herzschlag oder ist das Tier panisch, müssen Besitzer handeln. Sonst droht ein Hitzschlag. Schnell ein nasses Handtuch darüberlegen oder anderweitig kühlen und die Situation im Auge behalten. Bessert sie sich nicht, dann führt nichts am Weg zum Tierarzt vorbei.

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