Schulen in Werne

Homeschooling: Stadt hofft auf schnelle Versorgung mit Tablets und Co.

Neues Schuljahr, neue Regeln, neue Herausforderungen - und auch mehr Homeschooling? Sollte das nötig werden, mangelt es in Werne an der technischen Ausstattung. Aber Schulen und Stadt dürfen hoffen.
Ohne Tablet ist Lernen im Homeschooling schwierig. In Dortmund werden Leih-iPads an bedürftige Familien ausgegeben. © dpa

In Sachen Homeschooling haben Schüler und Lehrer in Werne im vergangenen Schuljahr coronabedingt durchaus Erfahrungen sammeln können. Doch die waren keineswegs nur positiv. So hatte sich unter anderem Hubertus Steiner, Leiter der Marga-Spiegel-Sekundarschule (MSS), vor gut zwei Monaten klar positioniert: „Für zukünftiges Homeschooling ist es unabdingbar, dass alle Schüler über ein digitales Endgerät verfügen.“

Das war zuletzt allerdings bei weitem nicht der Fall. Noch nicht einmal die Hälfte der Schülerschaft verfügte zum damaligen Zeitpunkt über ein Endgerät, um das digitale Bildungsangebot – und folglich auch Homeschooling – nutzen zu können.

350 Millionen Euro kommen zusätzlich vom Land

Die Stadt hatte daraufhin versichert, viel Geld in die Hand nehmen zu wollen, um die Werner Schulen besser auszustatten. Im Zuge des auf mehrere Jahre ausgelegten Medien-Entwicklungsplans habe man „ein Millionen-Paket auf den Weg gebracht“, wie Bürgermeister Lothar Christ erklärte. Und zu diesem Paket gehört neben dem Ausbau von schnellem Internet und digitalen Lernplattformen unter anderem auch die Anschaffung von Endgeräten – teils finanziert aus Fördertöpfen wie dem „DigitalPakt Schule“.

Die Landesregierung hat darüber hinaus jedoch auch ein Sofortausstattungsprogramm in Höhe von rund 350 Millionen Euro für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien auf den Weg gebracht. Dadurch sollen unter anderem alle bedürftigen Lehrkräfte und Schüler mit Laptops oder Tablets ausgestattet werden. Und auch Werne will möglichst schnell daran partizipieren, wie Schuldezernent Alexander Ruhe erklärt.

Stadt will den Bedarf an Werner Schulen abfragen

Demnach will die Stadt in den nächsten 14 Tagen entsprechende Anfragen an die Schulen stellen, um den Bedarf zu ermitteln. Wann Tablets und Notebooks dann tatsächlich eintreffen würden, sei allerdings noch unklar. „Vielleicht wird es erst in den Herbstferien so weit sein. Das können wir noch nicht abschätzen“, so Ruhe.

Die Endgeräte würden später, sobald sie von den Schülern nicht mehr benötigt werden, allerdings nicht zurückgeschickt, sondern in den Händen der Schulträger beziehungsweise in den Schulen selbst verbleiben. Für die Ausstattung der Werner Schüler stehen der Lippestadt 136.000 Euro aus dem Förderprogramm zur Verfügung, wobei die Kommune einen Eigenanteil von 10 Prozent trägt. Hinzu kommen 109.500 Euro, die das Land für die Ausstattung der Lehrkräfte mit Endgeräten bereitstellt.

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