Wirbel um Hornecenter-Umbau „Stadt darf jetzt nicht zum bloßen Bittsteller werden“

Jörg Heckenkamp
So sieht es gerade im Hornecenter aus. © Jörg Heckenkamp
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Der Umgang mit den kleinen Geschäften im Hornecenter war alles andere als berauschend. Ähnlich wie die Kommunikationsstärke der neuen Mieter. Und auf das Müllproblem brauche ich an dieser Stelle wohl auch nicht mehr näher einzugehen. Bislang scheint mir das einzig wirklich Gute an dem Projekt zu sein, dass das Gebäude in naher Zukunft (hoffentlich) nicht komplett leer stehen wird.

Doch so schön diese Aussicht auch sein mag – klar ist auch: Nun sollten alle Beteiligten mit offenen Karten spielen. Und das spätestens beim anstehenden Treffen im „engen“ Kreise mit Planungsbehörden, Projektentwickler, Wirtschaftsförderung und Co.. Vor allem die Stadt muss hier jetzt Tacheles reden und darf nicht zum reinen Bittsteller werden. Klar ist man auf Investoren angewiesen, um so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Aber manchmal beschleicht mich das leise Gefühl, dass Kommunen dann doch ganz gerne mal ein Auge zu viel zudrücken.

Das darf mit Blick auf die „Werne City Mall“ definitiv nicht passieren. Heißt unter anderem: Weg mit dem Müll, Parkdeck öffnen und PV-Anlagen aufs Dach. Ohne große Kompromisse. Denn wenn Wernes Bürger schon für eine lange Zeit auf einen zentralen Supermarkt verzichten müssen, dann sollte das neue „Schmuckstück“ auch die Erwartungen und Ansprüche erfüllen, die die Bevölkerung hat – egal ob Kunde oder nicht.