Kein Hundeklo: An den Wegenden haben die Anwohner jeweils ein Warnschild angebracht. © Pascal Löchte
Hundehaufen

Kind fällt fast in Hundekot – Anwohner verärgert über liegengelassene Haufen

Anwohner eines kleinen Weges am Werner Stadtrand beschweren sich über liegengelassene Hundehaufen. Ein Problem, das schon seit vielen Jahren bestehe. Warnschilder sorgen nicht für Besserung.

Liegengelassener Hundekot führt in Werne wieder einmal zu Ärger und Frust. Dieses mal betrifft es einen kleinen Weg zwischen den Straßen „Hornsberg“ und „Butenlandwehr“, der von den Hecken und Gärten der anliegenden Grundstücke gesäumt ist.

Ein Anwohner-Paar, das anonym bleiben möchte, erzählt von der Situation. Schon jahrelang würden Spaziergänger den Kot ihrer Tiere häufig nicht beseitigen. „Es ist ein städtischer Weg. Man hält es selbst sauber, aber es kommt immer neuer Dreck“, sagen sie.

Um dem etwas entgegenzusetzen, haben die Anwohner jeweils an den Wegenden ein Schild angebracht, welches Hundebesitzer darauf hinweist, den Kot der Vierbeiner zu beseitigen. Viel gebracht scheint es nicht zu haben, denn die Problematik bestehe bis heute.

Kotbeutel im Garten gelandet

Ein Kind aus der Nachbarschaft soll vor kurzem auf dem Weg gespielt haben, gestürzt sein und sei dabei fast in einem Hundehaufen gelandet. So erzählt es das Ehepaar. „Es ist nicht schön, wenn Kinder hier spielen“, sagen sie.

Kurz nach diesem Vorfall sollen auch zwei gefüllte Kotbeutel über die Hecke eines Nachbarn und in seinen Garten geworfen seien. „Wir waren selbst Hundebesitzer. Unsere Tochter hat einen Hund. Aber sowas geht nicht. Einige wenige bringen so den Großteil der Hundebesitzer in Verruf“, sagen die Anwohner.

Das Thema Hundekot ist beim Ordnungsamt der Stadt Werne ein Dauerthema, wie Abteilungsleiterin Kordula Mertens bestätigt. „Unsere Außenkontrollen im Rahmen der Corona-Pandemie überprüfen auch dieses Thema. Wenn wir jemanden dabei erwischen, dann sprechen wir das auch an.“

Hohes Bußgeld wurde noch nicht vergeben

Allerdings sei es laut Aussage von Mertens schwierig, einem Hundehalter und dem Hund den entsprechenden liegengelassenen Haufen zuzuordnen. Wer den Haufen seines Hundes in Werne nicht wegräumt, muss mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen. Das ist im Vergleich zu anderen Kommunen sehr hoch. Allerdings wurde das Bußgeld noch nie vergeben, weil die Beweislast unheimlich schwierig sei, wie Ordnungsamtleiterin Kordula Mertens erzählt.

Wenn die Hundehalter Mitarbeiter des Ordnungsamtes sehen würden, würden die meisten allerdings sofort Kotbeutel rausnehmen und die Haufen wegmachen. Hund und Mensch auf frischer Tat zu ertappen, sei äußerst schwierig.

Das Wetter spiele im Moment ebenfalls eine Rolle: „Der Schnee ist weggetaut. Dadurch sehen die Leute jetzt, was übrig geblieben ist. Dadurch ist viel auf den Grünflächen und Wegen. Das sehen wir in verschiedenen Bereichen“, führt Mertens fort.

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