Kirche und Kloster gehören zu den Gebäuden, die Werne besonders machen

hzZehnmal Werne

Das Rathaus und das Kloster dürfte jeder kennen, der Werne einmal besucht hat. Doch welche Häuser stehen noch unter Denkmalschutz oder sind für Experten etwas besonderes? Wir stellen einige vor.

Werne

, 06.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die historischen Gebäude in Werne haben alle einen ganz unterschiedlichen Charme. Jedes für sich sei anders und habe eine besondere Geschichte. Das mache den Denkmalschutz in Werne vor allem interessant, sagt Petra Göbel von der Stadt Werne. „Man muss immer speziell handeln“, sagt die Fachfrau für Denkmalpflege in der Stadt. Dass das „Tücken“ habe, würde sie nicht sagen. Es seien Herausforderungen.

Die Pfarrkirche St. Christophorus

Eines der markantesten Bauwerke Wernes ist die Pfarrkirche St. Christophorus. Sie überragt die Stadt und ist von Weitem wie eine Landmarke zu sehen. Die ursprüngliche Pfarrei gleichen Namens besteht seit dem Jahr 803, obwohl Werne selbst erst 834 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Doch Bischof Liudger von Münster baute im bäuerlichen Werne eine Kapelle, um die sich alsbald Gewerbetreibende ansiedelten. Die Ortschaft wuchs, und mit ihr immer wieder aufs Neue auch die Kirche.

Das heutige Gotteshaus im steinernen Bau im romanischen Stil entstand schließlich im 12. Jahrhundert. So imposant die Kirche von außen ist, so sehenswert ist sie von innen. Der achtseitige Taufstein und die Strahlenmadonna stammen aus dem 15. Jahrhundert. Auch eine aus Lindenholz gefertigte, überlebensgroße Figur des Heiligen Christophorus, nachdem Kirche, Krankenhaus und ein Gymnasium benannt sind, ist in der Kirche zu finden. Außerdem sind eine Doppelmadonna aus dem 15. Jahrhundert und die vor rund 100 Jahren eingesetzten Fenster des Chorraumes sehenswert. Sie zählen zu den größten in Westfalen.

Seit erst 14 Jahren hängen im Glockenturm sieben Glocken: Kreuzglocke, Christophorusglocke, Katharinenglocke, Josefsglocke, Johannesglocke, Jakobusglocke und Magdalenenglocke.

Die Kapuzinerpatres ließen von 1671 bis 1673 das Kloster errichten, wie das Chronogramm über dem Eingangsportal darlegt, und von 1677 bis 1681 die Kirche.

Die Kapuzinerpatres ließen von 1671 bis 1673 das Kloster errichten, wie das Chronogramm über dem Eingangsportal darlegt, und von 1677 bis 1681 die Kirche. © Vanessa Trinkwald

Das Kapuzinerkloster

Noch immer leben Mönche in Werne - und so hat das Kapuzinerkloster nicht nur eine architektonische Bedeutung in der Stadt. Die Kapuziner kamen 1659 nach Werne – und zwei Kapuzinerpatres blieben. Sie ließen von 1671 bis 1673 das Kloster errichten, wie das Chronogramm über dem Eingangsportal darlegt, und von 1677 bis 1681 die Kirche. Baumeister war der Kapuzinerbruder Ambrosius von Oelde, der auch die Barockkapelle am Paderborner Dom entwarf.

Auch wenn die Klosteranlage mit ihren vier Flügeln eher als schlicht gilt, sind vor allem die barocken Altäre und die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert im Saalbau der Kirche sehenswert. Dass es sich um eine Kapuziner-Kirche handelt, kennzeichnet übrigens der Dachreiter mit Zwiebelhelm und kleiner Glocke. Eingeweiht wurde sie am 4. Oktober 1680.

Zehn mal Werne

Besondere Häuser in der Innenstadt

In unserem Serienformat „10 mal Werne“ blicken wir auf besondere Dinge in der Stadt. Dieses Mal geht es um Gebäude in Werne, die Besucher und Einwohner der Lippestadt kennen sollten - etwa weil sie so besonders sind oder einen besonderen Zeitgeist widerspiegeln. Dazu gehören die St. Christophorus Kirche und das Kapuziner-Kloster.
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