„Ein bisschen Dolce Vita nach Werne bringen“ - Valeria Frattini singt bei der Kneipennacht

hz„Werne Live“ 2019

Dolce Vita im Gepäck: Bei der Werner Kneipennacht am Dienstag, 30. April, gastiert auch Valeria Frattini (30), Singer-Songwriterin mit italienischen Wurzeln, in ihrer alten Heimatstadt.

Werne

, 30.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Valeria Frattini (auch bekannt als Valeria Piepenbrock) kehrt für gleich zwei Konzerte nach Werne zurück. Die 30-jährige ist in Werne geboren, aufgewachsen und hat nach dem Abitur am St.-Christophorus-Gymnasium in Hannover Popular Music studiert. Schon seit Jugendzeiten schreibt sie Songs. Über ihre Beziehung zu Werne, der italienischen Sprache und ihren musikalischen Werdegang spricht Valeria Frattini.

Sie lebten zwischenzeitlich in Rom und nun in Berlin. Wie ist es für Sie, wieder zurück in Ihre alte Heimatstadt zu kommen?

Für mich ist es nicht komisch, nach Werne zu kommen. Meine Eltern und Freunde wohnen noch in Werne und ich komme immer wieder gern dort hin. Musik in der Heimatstadt zu machen, das ist schon ein bisschen komisch. Denn die Menschen, die mich haben aufwachsen sehen, sehen mich dann plötzlich auf der Bühne.

Inwiefern spielen die Städte, in denen Sie gelebt haben, eine Rolle in Ihren selbst geschriebenen Liedern?

Alles, was ich bisher gemacht habe, spielt in meinen Texten eine Rolle. Ich habe eine Zeit lang in den USA gelebt. Da habe ich angefangen, Texte auf Englisch zu schreiben. In Hannover, wo ich Popular Music studiert habe, bin ich von dem Pop-Mädchen ein bisschen abgekommen und bin alternativer geworden. Auch Rom hat einiges bewegt. Da bin ich dann ein bisschen „edgy“ geworden – also mit Ecken und Kanten. Je älter man wird, desto mehr erfährt man vom Leben und umso mehr bringt man seine Gefühle in die Texte ein.

Werden die Besucher der Kneipennacht auch Anekdoten aus Werne hören?

Ja, auf jeden Fall. Dort, wo man geboren ist, spiegelt sich auch in den Songs wieder. Es gibt keinen Song, der „Werne“ heißt. Aber es gibt einen Song, der über meine Freunde aus Werne handelt.


Warum singen Sie auf Italienisch?

Ich bin Halbitalienerin. Meine Mutter kommt aus Italien. Der Bezug ist immer da. Aber wenn man mich fragt, ob ich mich als Deutsche oder Italienerin fühle, dann sage ich immer, dass ich beides bin. Die italienische Sprache wird immer Teil meines Lebens sein. Manche haben gesagt, ich soll auf Deutsch schreiben. Ich habe es auch versucht. Aber es wirkt gezwungen und nicht natürlich. Ich kann mich auf Italienisch einfach am besten ausdrücken. Da fließt es einfach. Man kann es schwer beschreiben. Aber das ist ja auch das Schöne an der Kunst.

Wie würden Sie selbst Ihre Musik beschreiben und was erwartet die Zuhörer bei der Kneipennacht?

Ich würde sie als Folk-Pop bezeichnen. Die Leute werden viele Geschichten zu meinen Songs mitbekommen. Weil ich auf Italienisch singe, erkläre ich gerne die Hintergründe und Anekdoten zu den Songs. Es wird ruhig und an anderen Stellen können die Leute mitsingen. Das klappt auch auf Italienisch. Ich hoffe, dass ich ein bisschen Dolce Vita und ein bisschen von dem Werner Mädchen mit in den Abend bringen kann.

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