Kolpingsaal bebte

WERNE Galt Werne in früheren Zeiten zu einem recht rockigen Städtchen, ist die Musik der etwas härteren Gangart heutzutage eher eine Rarität in der Lippestadt.

von Von Julia Kwiatkowski

, 07.01.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Michael Reckers, gebürtiger Werner Bürger und Gastronom im "Pumpwerk" in Wilhelmshaven, wollte dieser rar gesäten Musikvielfalt ein Ende setzen und veranstaltete am Samstag eine Rocknacht im Kolpingsaal.

Rund 350 Besucher rockten

Rund 350 Besucher durften sich über zwei Bands freuen. "Precept" aus Wilhelmshaven als Vorband der Bremer-Band "Hells Balls", heizte das Publikum ihrer Aufgabe gerecht werdend richtig ein und ließ ihr Repertoire einer klassischen Rock-Coverband hören. Quer durch den Garten gab es Uriah Heep, Led Zeppelin und weitere Rock-Klassiker.

"Ich will die Leute aus Werne hören"

Das Publikum ließ sich mitreißen, was zum Teil dem motivierenden Charakter des Sängers "Zissen" zu verdanken war. "Ich will die Leute aus Werne hören", schrie er und die Menge antwortete mit dem zu singenden Part des Songs. Seine Bandmitglieder Yvo Herckelrath (Leadgitarre), Dirk Herckelrath (Gitarre), Michael Philipp (Bass) und Kai Hoffmann (Drums) waren auf der Bühne ebenso präsent wie ihr Frontmann und erhielten nicht nur deswegen einen jubelnden Applaus und Zugabe-Rufe. "Kommt nach vorne! Was? Ihr könnt nicht, weil der Stehtisch mit euren Bierchen da steht?! Na, denn nehmt ihn mit!" Bley oder auch Capt'n Bley genannt, Hells-Balls Sänger, Frontmann und Gründervater der Band (2000), war an dem Abend der Inbegriff des Rock'n'Roll.

"Bad Boy Chris" sorgte für Rock-Charakter

Mit der Zigarette in der Hand und seiner bekannten "whiskey-getränkten" Stimme brachte er gemeinsam mit seinen Bandkollegen Klito (Gitarre), B. Shot (Rhythmusgitarre), Hells-Llou (Bass) und Cargo U.W.E. (Schlagzeug) das Publikum näher an die Bühne und noch mehr zum "headbangen" als ihre Vorgänger.

Als AC/DC Tribute Band haben sie es auch dem Organisator Reckers angetan, der die "Hells-Balls" als die beste und authentischste AC/DC Coverband betitelte. Nach den beiden Konzerten war im Kolpingsaal aber noch lange nicht Schluss. DJ "Bad Boy Chris" sorgte dafür, dass der Rock-Charakter an dem Abend in Werne aufrechterhalten blieb.

 

 

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