Kontaktverbot ausgeweitet: Neue Regeln bringen mehr als die Sperrstunde für den Kreis Unna

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Wie angekündigt hat der Kreis Unna am Mittwoch schärfere Corona-Regeln nachgelegt. Und die bringen nicht nur die erwartete Sperrstunde mit sich.

Kreis Unna

, 14.10.2020, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einer neuen Allgemeinverfügung hat der Kreis Unna auf einen entsprechenden Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen reagiert und schärfere Corona-Regeln nachgelegt. Zusätzlich zu den bereits seit Sonntag geltenden Regeln gilt ab Donnerstag (15. Oktober):

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  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Gruppen bis maximal fünf Personen treffen
  • Für Gastronomiebetriebe gilt die Sperrstunde von 1 bis 6 Uhr
  • Während der Sperrstunde ist auch an Kiosken, Tankstellen und ähnlichen Verkaufsstellen der Verkauf von Alkohol verboten
  • Bei sämtlichen Veranstaltungen gilt auch am Sitzplatz die Maskenpflicht; außerdem sind Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern draußen beziehungsweise mehr als 250 Personen in Innenräumen verboten

Weiterhin gilt auch für Feste wie Hochzeiten und aus anderen herausragenden Anlässen, dass maximal 25 Personen teilnehmen dürfen; es sei denn, das jeweils zuständige Ordnungsamt lässt eine Ausnahme zu. Wird mit 25 bis maximal 50 Gästen geplant, muss der Behörde spätestens drei Tage vorher ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept mitsamt Gästeliste vorgelegt werden. Weiterhin greifen die Corona-Regeln nicht in Feierlichkeiten ein, die in einer Wohnung stattfinden sollen. Der Kreis erneuert aber seinen Appell, auch hier mit maximal 25 Personen zu feiern.

Sport: Training ist mit Einschränkungen wieder erlaubt

Ein wenig überraschend bringt die neue Allgemeinverfügung Lockerungen für den Sport im Kreis Unna mit sich. In der letzten Fassung war für Kontaktsportarten noch „der komplette Sport- und Trainingsbetrieb untersagt“ worden. Jetzt darf zumindest dann wieder trainiert werden, wenn das kontaktlos geschieht und die maßgeblichen Vorgaben der Coronaschutzverordnung eingehalten werden. Soll heißen: durchweg 1,5 Meter Mindestabstand.

Insbesondere das weitreichende Sportverbot hatte zuletzt Irritationen ausgelöst, zumal es an der Kreisgrenze endet. Dort, wo es beispielsweise Spielgemeinschaften zweier Vereine aus verschiedenen Landkreisen gibt, durfte dieselbe Mannschaft im Kreis Unna nicht, andernorts aber schon trainieren. Auch Ligaspiele außerhalb des Kreises Unna waren beziehungsweise sind möglich. Mit der am Mittwoch veröffentlichten, neuen Verfügung verbindet der Kreis Unna zumindest den dringenden Appell, auch auf den Spiel- und Trainingsbetrieb außerhalb des Kreises Unna zu verzichten.

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Der Kreis Unna reagierte mit der überarbeiteten Fassung der erst seit Sonntag geltenden Regeln auf einen Erlass aus Düsseldorf, mit dem das Kabinett um Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf eine Vereinheitlichung der Regeln in Risikogebieten abzielte. Schon am Dienstag hatte der Kreis Unna seinen Entwurf der Bezirksregierung Arnsberg vorgelegt, die am Mittwoch schließlich grünes Licht gab.

Schärfere Corona-Regeln gelten ab Donnerstag

Der Kreis Unna drückte dann aufs Tempo, veröffentlichte eine Sonderausgabe des Amtsblatt – in Kraft treten die Corona-Regeln aber erst in der Nacht zu Donnerstag (15. Oktober); nämlich genau um 0 Uhr.

In einer früheren Version dieses Textes wurde irrtümlich berichtet, die Allgemeinverfügung trete sofort in Kraft.
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