Polizei mit Bilanz vom Wochenende zufrieden - vier Einsätze in Werne

Corona-Krise

In der Corona-Krise muss die Polizei das Kontaktverbot kontrollieren. Insgesamt ist sie im Kreis mit dem vergangenen Wochenende zufrieden. Auch in Werne wurde die Polizei tätig.

Werne

, 06.04.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei Unna ist im Kreis mit den 80 Einsätzen zum Kontaktverbot zufrieden mit den Bürgern.

Die Polizei Unna ist im Kreis mit den 80 Einsätzen zum Kontaktverbot zufrieden mit den Bürgern. © Polizei Unna

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte die NRW-Bevölkerung vor dem vergangenen Wochenende mit Blick auf das gute Wetter eindringlich darum gebeten, zu Hause zu bleiben und nicht das gute Wetter für Ausflüge zu nutzen.

Diesem Appell sind die meisten Bürger im Kreis Unna offenbar nachgekommen: Insgesamt verzeichnete die Polizei 80 Einsätze. „Trotz des frühlinghaften Wetters haben wir festgestellt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Unna insgesamt an die geltende Schutzverordnung gehalten haben. Für dieses disziplinierte Verhalten möchten wir uns bedanken“, betonte Peter Schwab, Leitender Polizeidirektor und Abteilungsleiter Polizei, am Montag.

Platzverweise und Ordnungswidrigkeitenanzeigen in Werne

Vier dieser 80 Einsätze fanden in Werne statt. Am Freitagabend gegen 22.20 Uhr hatten sich laut Sprecher der Polizei Unna, Christian Stein, mehrere Personen an einer Pferdewiese an der Gedembergstraße getroffen. Gegen die wurden insgesamt drei Platzverweise und drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben, die zur weiteren Bearbeitung an das Ordnungsamt der Stadt weitergegeben wurden.

Gegen 23.30 Uhr am Freitag wurde der Polizei eine größere Personengruppe an den Lippewiesen gemeldet, die dort gefeiert haben soll. „Als die Kollegen dort eingetroffen sind, haben die Personen uns erblickt und sind weggerannt“, sagt Stein. Hier habe die Polizei keine Maßnahmen ergreifen können.

Am Samstag gegen 10.50 Uhr dann wurde der Polizei eine Gruppe Frauen gemeldet, die an einem Supermarkt an der Berliner Straße zusammen gestanden haben sollen. Als die Polizei eintraf, hatten jedoch alle Anwesenden einen Einkaufswagen und den nötigen Sicherheitsabstand zueinander, so Stein.

Bei Verstößen werden pro Person bis zu 250 Euro fällig

40 Minuten später dann, gegen 11.30 Uhr, meldete ein Bürger einen angeblichen Flohmarkt. „Hier hat sich aber herausgestellt, dass ein Anwohner Sachen zum Verschenken rausgelegt hat“, so Stein. Letzten Endes habe der Mann die Gegenstände wieder hereingeholt.

Zunächst suche die Polizei immer den Dialog mit dem Bürger, so Pressesprecher Christian Stein. Wenn diese den Aufforderungen der Polizei jedoch nicht Folge leisten, werden Platzverweise ausgesprochen und Ordnungswidigkeitenanzeigen verhängt. Eigentlich ist das Ordnungsamt der Städte dafür zuständig. Wenn derartige Verstöße aber im Rahmen einer Polizeikontrolle auffallen, nimmt die Polizei diese in erster Instanz auf.

Im Rahmen des geltenden Kontaktverbots werden öffentliche Ansammlungen von mehr als zwei Personen mit 200 Euro pro Person bestraft, wer in Gruppen grillt oder ein Picknick veranstaltet, zahlt 250 Euro pro Person.

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