Leiter des Werner Krisenstabs begrüßt ausdrücklich die Maskenpflicht

hzCoronakrise in Werne

Auch in NRW gilt ab Montag (27. April) eine „Maskenpflicht“. Das hat die Landesregierung am Mittwoch (22. April) mitgeteilt. Wernes Krisenstabsleiter Frank Gründken zeigt sich erleichtert.

Werne

, 22.04.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder im Einzelhandel unterwegs ist, muss ab Montag (27. April) eine sogenannte „Mund-Nasen-Bedeckung“ tragen. Das Land NRW ist damit dem Beispiel anderer Bundesländer gefolgt. Vereinzelt hatten aber auch schon NRW-Städte wie Münster bereits eine solche Pflicht eingeführt. Und das wurde auch langsam Zeit, findet Frank Gründken, Ordnungsdezernent und Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse (Krisenstab) der Stadt Werne.

„Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es so gekommen ist“, sagte Gründken auf Anfrage unserer Redaktion: „Wir haben jetzt eine einheitliche Regelung und eine Handhabe, nach der wir uns richten können. Das ist auf jeden Fall besser als ein Flickenteppich.“

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Alles andere als eine einheitliche Regelung wäre aus Sicht des Dezernenten kaum zielführend gewesen, um die Pandemie einzudämmen. Man hätte dies ja schon an ganz simplen Beispielen erkennen können, so Gründken: „Was wäre denn gewesen, wenn ich mit dem Regionalzug nach Münster oder in ein anderes Bundesland gereist wäre, wo eine solche Pflicht besteht? Hätte man mich dort dann ohne Maske nicht aussteigen lassen? Und wie hätte man kontrollieren sollen?“

Maskenpflicht basiert auf einfacher Rechnung

Man müsse in Sachen Mundschutz einfach pragmatisch denken. Wenn man durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung seinen Gegenüber schützen könne - und das sei ja offensichtlich der Fall - dann sollte man eine solche Maske auch tragen. Und zwar nicht nur auf Empfehlung sondern verpflichtend. Die Rechnung sei ja eigentlich ganz simpel: „Wenn jeder eine Maske trägt, dann sind alle geschützt. Insofern kann ich einer Maskenpflicht einiges abgewinnen - auch wenn sie vorerst nur für den ÖPNV und den Einzelhandel gilt.“

Leiter des Werner Krisenstabs begrüßt ausdrücklich die Maskenpflicht
„Wir sind nach wie vor im Ausnahmezustand. Und niemand kann sagen, wie lange das noch so bleiben wird.“
Frank Gründken

Er hoffe darauf, dass sich die Bürger der Lippestadt genauso an diese neuen Auflagen halten, wie sie es bei den bisherigen getan haben. Stichwort: Kontaktverbot. Bis auf wenige Ausnahmen sei das in den vergangenen Wochen nämlich eingehalten worden. Natürlich seien solche Einschränkungen nicht einfach - weder für die Bürger noch für das Ordnungsamt, die Polizei und den Sicherheitsdienst, die für die Kontrollen zuständig sind.

„So etwas läuft nie völlig reibungslos ab. Allerdings sind bislang alle Beteiligten in der Regel verständnisvoll, diszipliniert und respektvoll miteinander umgegangen“, so Gründken weiter. Das müsse auch in Zukunft so bleiben. Denn: „Wir sind nach wie vor im Ausnahmezustand. Und niemand kann ja mit Sicherheit sagen, wie lange das noch so bleiben wird.“

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