Ladenöffnungszeit bis 22 Uhr ohne Erfolg

WERNE Die Zauberformel lautete 6 x 24: an sechs Tagen darf rund um die Uhr geöffnet werden. So sah es das Ladenschlussgesetz vor. Es gilt jetzt ein Jahr.

von Von Helga Felgenträger

, 04.01.2008, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ladenöffnungszeit bis 22 Uhr ohne Erfolg

Im Food-Bereich lohnt sich die Öffnung bis 20 Uhr.

Bis auf den Sonntag sollten täglich 24 Stunden zum Einkaufen möglich sein.

Die seit einem Jahr bestehenden Öffnungszeiten waren allerdings für Werne nie ein Thema. Vor allem im Non-Food-Bereich stehen sich die Verkäuferinnen die Beine in den Bauch.

Sogar Dortmunder City reduzierte

"Sogar die City von Dortmund reduzierte wieder auf 19 Uhr", sagt Martin Gößl von der Aktionsgemeinschaft Werne auf Anfrage unserer Zeitung und hält die Kernöffnungszeit bis 18.30 Uhr beziehungsweise 19 Uhr für die Werner Innenstadt für ausreichend.

Im Lebensmittelbereich hingegen sieht es anders aus. "Hier erwarten die Kunden, dass bis 20 Uhr geöffnet ist", spricht Marktleiter Fred Lichterbek, Kaufpark an der Klöcknerstraße, vom veränderten Kundenverhalten. Er hat daher mit seinem Nachbarn Aldi gleichgezogen und die Zeiten von 19.30 Uhr auf täglich 20 Uhr erweitert.

Öffnungszeit auf 21 Uhr zurück gesetzt

Im Oktober 2007 startete das Kaufhaus Gröblinghoff den Versuchsballon: Montags bis donnerstags konnten die Kunden bis 21 Uhr, freitags und samstags sogar bis 22 Uhr einkaufen. Für Werne und Umgebung einzigartig. Doch es hat ihm keiner gedankt. "Trotz Weihnachtsgeschäft wurde das Angebot nicht ausreichend angenommen", spricht Markus Gröblinghoff von mangelndem Erfolg. Daher gelten jetzt wieder die alten Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 20 Uhr und freitags sowie samstags von 8.30 Uhr bis 21 Uhr.

Seit zwei Jahren schließt auch der Hagebaumarkt erst um 20 Uhr - außer samstags um 18 Uhr. Doch auch hier bleibt der Erfolg aus: "In der letzten halben Stunde trifft nur noch vereinzelt ein Kunde ein", registrierte der stellvertretende Marktleiter Michael Szalamacha. Auch der Umsatz sei nicht gestiegen, sondern habe sich nur verteilt.

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