Polizeieinsatz in Werne

Mann bedrohte Bewohner im Holtkamp mit Messer: Hintergründe sind nun klar

In dem unter Quarantäne gestellten Hochhaus im Holtkamp in Werne hat ein Mann am Mittwochnachmittag mit einem Messer andere Bewohner bedroht. Nun sind die Hintergründe zu diesem Vorfall klar.
Alle Bewohner des Hochhauses im Holtkamp in Werne müssen 14 Tage in Corona-Quarantäne bleiben. Nun wurde bei den Infizierten mehrfach die britische Virus-Variante nachgewiesen. © Jörg Heckenkamp

Weil ein Mann andere Bewohner mit einem Messer bedroht haben soll, kam es am Mittwochnachmittag (3. März) zu einem größeren Polizeieinsatz im Holtkamp in Werne. Es handelte sich dabei um das Mehrfamilienhaus, in dem derzeit 52 Bewohner unter Quarantäne stehen, weil sich 14 Personen von ihnen mit der britischen Virus-Variante infiziert hatten. Nun ist klar, wie es zu dem Vorfall in dem Hochhaus gekommen ist.

Demnach sei die Bedrohungslage nicht auf die aktuell geltende Quarantäne zurückzuführen, die von amtlicher Seite für das Wohnhaus angeordnet wurde, teilt die Polizei des Kreises Unna am Donnerstagmorgen mit, um Gerüchten und Falschinformationen, die in sozialen Netzwerken gestreut wurden, entgegenzuwirken.

Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte

„Hintergrund des Polizeieinsatzes waren private, familiäre Streitigkeiten, die nicht im Zusammenhang mit der Quarantäne stehen“, heißt es weiter.

Die Kriminalpolizei ermittelt mittlerweile gegen zwei Beschuldigte: einen 47-Jährigen und eine 34-Jährige, bei denen es sich um rumänische Staatsbürger handelt. Beide Personen sind nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen unter strengen Schutzvorkehrungen in das Wohnhaus zurückgebracht worden, teilt die Polizei weiter mit.

Lesen Sie jetzt