Marketing möchte gern ins Rathaus

WERNE Stadtmarketing, Verkehrsverein und der gesamte Kulturbereich in den historischen Gemäuern des Alten Rathauses: Stadt und Politik stellen Überlegungen, die in diese Richtung führen.

von Von Hubert Kramer

, 09.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Marketing möchte gern ins Rathaus

Stadtmarketing-Leiter Jochen Höinghaus schlug vor, dass Stadtmarketing und Verkehrsverein sowie der gesamte Kulturbereich im Rathaus beheimatet werden sollen.

Ausschlaggebend dafür ist ein Vorschlag des Stadtmarketing-Geschäftsführers Jochen Höinghaus. Dessen GmbH ist in der ehemaligen Polizeiwache denkbar schlecht untergebracht. Deshalb bemüht sich Höinghaus schon seit längerem, zumindest Stadtmarketing und Verkehrsverein und gegebenenfalls die Kultur - wenn die politischen Entscheidungträger sie denn dem Stadtmarketing zuordnen - zusammenzuführen.

"Ideallösung"

Als dauerhafte Bleibe hat Höinghaus das Erdgeschoss des Rathauses im Blick, wo seit Jahrzehnten das Szenelokal Café Rathaus sein Domizil hat. Auf Anfrage hielt sich Höinghaus bedeckt, er bestätigte aber Informationen unserer Zeitung, wonach er dieses Szenario zur Diskussion gestellt habe. "Das wäre natürlich die Ideallösung für uns", sagte er, "und wir könnten wesentlich effektiver arbeiten."

Der Pachtvertrag zwischen Thier-Brauerei und Stadt für den gastronomischen Betrieb läuft dem Vernehmen nach im Jahr 2009 aus. Bei einer Neuverpachtung könnten auf die Stadt erhebliche Renovierungs- und Umbaukosten zukommen. Höinghaus Vermutung: "Es würde lange dauern, bis sich das rechnet." Er könne sich vorstellen, dass die Stadt die Räumlichkeiten an die um Verkehrsverein und Kultur erweiterte Stadtmarketing GmbH vermietet.

Einige Vorteile wären:

- Ähnlich wie in Nachbargemeinden wäre die Anlaufstelle für Touristen auf den ersten Blick erkennbar.

- Die Bündelung der Bereiche im Herzen der Stadt gäbe für alle Besucher eine gute Visitenkarte ab.

- Das Stadtmarketing wäre bei den vielen Veranstaltungen in der Innenstadt immer nah am Geschehen.

- Das Ambiente unter den Arkaden des Rathauses könnte das Stadtmarketing beispielsweise durch Café-Bewirtschaftung erhalten.

"Ich will natürlich nicht in bestehende Pachtverträge eingreifen", betonte Höinghaus, "jedoch lohnt es sich meiner Meinung nach, sich rechtzeitig über eine mögliche Nachnutzung Gedanken zu machen."

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