So sieht es im Escape-Room des Werner Stadtmuseums aus. © Janka Hardenacke
Stadtmuseum in Werne

Mit dem Escape-Room auf eine Reise ins Mittelalter

Das Stadtmuseum in Werne lockt Besucher an diesem Wochenende mit einem mobilen Escape-Room. Unter dem Titel „Das schwarze Kreuz" wird die Geschichte der Region spielerisch vermittelt.

Glockengeläut schallt über den Werner Kirchplatz und Frauen in altertümlichen Gewändern haben sich vor einem weißen, mit dicken Teppichen ausgelegten Zelt versammelt. Werne befindet sich an diesem Wochenende auf einer Zeitreise in das Jahr 1388.

Im Werner Stadtmuseum ist aus einer Kooperation mit den Stadtmuseen in Bergkamen, Lünen und Kamen ein mobiler Escape-Room mit dem Namen „Das schwarze Kreuz“ entstanden.

„Wir vier Museen wollten was zusammen machen und haben überlegt, was wäre witzig, um ein neues Publikum anzusprechen, was gleichzeitig aber auch für alle Museen funktionieren würde. Wir kamen auf einen gemeinsamen Escape-Room. Denn zwischen den Städten gibt es viel gemeinsame Geschichte. Im 14. Jahrhundert tobten hier Fehden hin und her, zwischen verschiedenen Grafen und Bischöfen“, antwortet Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer auf die Frage, wie es zu diesem Projekt kam.

Rätselspaß im Stadtmuseum in Werne

Rätselfreudige Wernerinnen und Werner können besagte Fehden an diesem Wochenende hautnah miterleben. Unter dem Namen „Das schwarze Kreuz“ schlüpfen vier bis sechs Besucher in die Rolle von Spionen des Bischofs von Köln, die im Zelt des Grafen von der Mark knobeln, rechnen und kombinieren müssen, um sich den Weg in die Freiheit zu erkämpfen.

Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer (l.) und Martina Haase, Mitarbeiterin des Stadtmuseums, haben sich historisch angemessen gekleidet.
Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer (l.) und Martina Haase, Mitarbeiterin des Stadtmuseums, haben sich historisch angemessen gekleidet. © Janka Hardenacke © Janka Hardenacke

Zwar beruht die aufbereitete Geschichte auf realen historischen Ereignissen, doch Vorwissen ist nicht von Nöten, um die Rätsel und Spiele lösen zu können, so Döhrer weiter. Auch ein pädagogisches Konzept wird nicht verfolgt. Vielmehr möchte das Projekt die Neugierde der Besucher für die Vergangenheit der eigenen Region wecken. In Bergkamen, wo der mobile Escape-Room am vergangenen Wochenende Premiere hatte, kam das gut an.

Geschichte zum Anfassen bald in Lünen und Kamen

Auch die Termine in Werne sind bereits komplett ausgebucht. In den kommenden Wochen haben Interessenten allerdings auch noch in Lünen und Kamen die Möglichkeit, den mobilen Escape-Room zu entdecken. Kostenpunkt: für die Gruppe (bis zu sechs Personen) 40 Euro.

So sieht es im Escape-Room des Werner Stadtmuseums aus. © Janka Hardenacke © Janka Hardenacke

Dr. Constanze Döhrer sieht den besonderen Reiz vor allem darin, dass die Attraktion real erleb- und greifbar ist, denn gerade während der Corona-Pandemie mussten viele Museen auf digitale Konzepte ausweichen. Die kreative Idee der vier Stadtmuseen erhielt einerseits durch das Landesministerium für Kultur und Wissenschaft, andererseits durch den Förderverein des Stadtmuseums Werne finanzielle Unterstützung.

So sieht es im Escape-Room des Werner Stadtmuseums aus. © Janka Hardenacke © Janka Hardenacke
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