Denny Sagon und seine Familie mussten lange nach einem neuen Haus in Werne suchen. Dabei mussten sie viele Kompromisse eingehen. © Carina Strauss
Immobiliensuche in Werne

Mit Kompromissen und viel Glück – Schwierige Suche nach dem Eigenheim in Werne

Der Immobilienmarkt ist angespannt, eine passende Wohnung oder ein Haus zu finden gar nicht so einfach. Ein Werner berichtet von seiner Suche nach dem passenden Eigenheim.

Mittlerweile ist das Haus von Denny Sagon und seiner Familie in Werne komplett entkernt, der Innenausbau kann beginnen. Bis die Familie an das neue Eigenheim gekommen ist, war es allerdings ein langer Weg. „Wir wollten eigentlich was Neueres“, erklärt der Familienvater.

Man habe auch in mehrere Apps die gewünschten Voraussetzungen des Traumhauses eingegeben. Herausgekommen sei dabei nichts. Die Familie hat über ein Jahr gesucht. „Am Anfang haben wir gesagt, okay, wir lassen es erstmal laufen.“ Es seien auch einige Häuser dabei gewesen, wo man selbst nach der Besichtigung abgesagt habe, weil es einfach nicht gepasst hätte.

Suche nach einem Eigenheim in Werne fordert Geduld

„Die Zeit vergeht und irgendwann haben wir gedacht, okay, das was wir wollten können wir gar nicht bekommen“, erzählt Denny Sagon mit Blick auf den angespannten Immobilienmarkt. Und so erweiterte man die Suche. Irgendwann sei es egal gewesen, wie alt das Haus ist, „denn man fasst ja sowieso alles einmal an.“ Mit Hilfe von Josef Holtrup Immobilien habe man dann das Haus in Werne gefunden. Aber damit war die Suche noch längst nicht erledigt. „Jeder Käufer musste angeben, wie viel ihm das Haus Wert ist. Und dann hieß es hoffen, dass man das höchste Gebot abgegeben hat.“

Denny Sagon und seine Frau kommen beide nicht aus dem Handwerk. Trotzdem versuchen sie so viel es geht auch selbst zu machen.
Denny Sagon und seine Frau kommen beide nicht aus dem Handwerk. Trotzdem versuchen sie so viel es geht auch selbst zu machen. © Carina Strauss © Carina Strauss

Eine Situation, die Nicole Micke, die als Maklerin für Josef Holtrup tätig ist, gut kennt. „Wir legen allerdings Wert darauf, dass das eben kein Verfahren ist, wo man dreimal einen Anruf bekommt, ob man nicht doch noch höher gehen möchte.“ Stattdessen gebe jeder potenzielle Käufer einmalig ein Gebot ab, der Verkäufer darf dann entscheiden, welches Angebot er annimmt. „Manchmal ist es für die Verkäufer auch einfacher, ein Haus abzugeben, wenn die Chemie zwischen Käufer und Verkäufer stimmt und der Preis ist nicht das entscheidende Kriterium.“ Immerhin habe der Verkäufer das Haus jahrelang gehegt und gepflegt, so Micke.

Kompromissbereitschaft und Vorstellungskraft sind gefragt

In diesem Fall hatten Denny Sagon und seine Familie Glück. Wobei ihm das Haus, das in den siebziger Jahren erbaut wurde, am Anfang gar nicht gefallen hat. „Meine Frau war aber überzeugt aufgrund der Lage. Ich habe eigentlich nicht gewollt, dass wir da so viel machen müssen“, so Sagon. Doch irgendwann werde man ungeduldiger „und dann geht man einfach mehr Kompromisse ein.“

Mittlerweile ist die Familie froh, dass sie das Haus hat. Für alle Räume hat man schon einen Plan im Kopf. Auch den Dachboden will man ausbauen, hier braucht man aber noch die Baugenehmigung. Der Garten wird komplett neu gestaltet. „Ich glaube, dass wir aus dem Haus ein tolles Objekt machen können.“

Zur
Zur „Einweihungsfeier“ durften die Kinder sich an den noch nicht renovierten Wänden austoben. © Carina Strauss © Carina Strauss

Etwas Verschönerungsarbeit – zumindest auf Zeit – durften auch die Kinder bei einer kleinen Feier schon leisten. „Einmal die Wände beschmieren. Einmal im Leben durften sie es machen“, sagt Sagon, lacht und deutet auf eine Wand im zukünftigen Wohnzimmer, wo kleine Handabdrücke und bunte Farben zu sehen sind.

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