Statue an Hornebrücke

Mit Video: Nach monatelanger Abstinenz ist Nepomuk zurück an der Horne in Werne

Mehr als ein Jahr hat die prägnante Statue des Heiligen Nepomuks an der Hornebrücke in Werne gefehlt. Für die Arbeiten rund um den neuen Kreisverkehr musste sie verschwinden. Jetzt ist sie wieder da.
Zwei Heiligenhäuschen - darunter mit der Statue des Heiligen Nepomuks - hat Pfarrdechant Jürgen Schäfer (2.v.r.) wieder eingeweiht und gesegnet. Sehr zur Freude der Verantwortlichen aus dem Bauamt, des Heimatvereins und der Stiftung der Sparkasse an der Lippe. © Andrea Wellerdiek

Der Heilige Nepomuk ist zurück: Der Patron der Brücken, der Schiffer, Flößer und Müller sowie der Hüter des Beichtgeheimnisses steht wieder dort, wo er für viele Werner hingehört: An seinem ursprünglichen Platz an der Hornebrücke an der Burgstraße. Mehr als ein Jahr fehlte die prägnante Statue an exponierter Lage.

Für die Abrissarbeiten der Fußgängerbrücke und die Arbeiten an dem neuen Kreisverkehr an der Münsterstraße/Burgstraße/Becklohhof musste die Heiligenfigur weichen. Sie wurde in Sicherheit gebracht und ihr wurde „Exil gewährt“ im Karl-Pollender-Stadtmuseum, wie Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer seinerzeit erklärte.

Nepomuk ist hinter Panzerglas geschützt

Nun ist Nepomuk wieder in sein Heiligenhäuschen gezogen, wo er seit 1958 zu sehen ist. Die Geschichte der Statue geht bis 1717 zurück. Die einstigen Anwohner rund um den Roggenmarkt, die Nachbargemeinschaft Unterland genannt, hatte die Statue seinerzeit gestiftet. Nun ist mit Hilfe der Stiftung der Sparkasse an der Lippe die Heiligenfigur und ihr Häuschen restauriert und mit neuem Sockel mit Ibbenbürener Sandstein wieder aufgestellt worden.

Dabei ist die Statue hinter Panzerglas geschützt, um sie vor erneutem Vandalismus zu schützen. „Die Statue gehört zu Werne und zu der Identität unseres Ortes. Sie hat nun an Strahlkraft gewonnen“, lobt Martin Abdinghoff, Vorsitzender der Stiftung der Sparkasse an der Lippe.

Auch Pfarrdechant Jürgen Schäfer, der im Beisammensein von Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer, Verantwortlichen des Heimatvereins sowie Ralf Bülte, Planungsdezernent der Stadt, die Statue segnete, freute sich über die Rückkehr von Nepomuk: „Das ist eine historische Stunde. Das ist schön, dass es so etwas gibt. Es ist ein Stück unserer Historie.“

Zweites Heiligenhäuschen in Werne restauriert und gesegnet

Neben dem Heiligen Nepomuk wurde am Donnerstag (18. März) ein zweiter Bildstock erneut eingeweiht und gesegnet. Das Heiligenhäuschen mit seinem Madonnenbild an der Ecke Butenlandwehr/Münsterstraße war ebenfalls stark renovierungsbedürftig. In den 80er-Jahren wurde das Gemälde gestohlen.

Seitdem war dort ein Bild eines Laienkünstlers zu sehen. Nun wurde es durch ein neues Marienbildnis, einen Kunstdruck, ersetzt. Das Heiligenhäuschen wurde zu 90 Prozent mit neuem Putz versehen, wie Rainer Brüschke-Neumann aus der Bauaufsicht/Denkmalpflege der Stadt, erklärte.

„Weil es hier keine aufsteigende Feuchtigkeit gibt, gibt es auch keine Frostschäden“, so der Experte. Für Planungsdezernent Ralf Bülte sind mit dem Heiligen Nepomuk und der Madonnenfigur nun „zwei Schmuckstücke“ wieder in das Stadtbild zurückgekehrt.

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