Die Neugestaltung des Moormannplatzes sorgt an einer Stelle für gravierende Probleme. Eine Stufenanlage stellt sich als Stolperfalle heraus. Sogar ein Rettungswagen musste neulich kommen.

Werne

, 13.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stufenanlage vor dem Optik-Geschäft Hoppe stellt sich als Stolperfalle heraus. Immer wieder kommen Kunden und Passanten dort ins Straucheln. Vor einigen Tagen ist eine ältere Dame dort so schwer gestürzt und hat so viel Blut verloren, dass ein Rettungswagen sie mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht hat.

„Ja, diese Probleme sind uns bekannt“, sagt Gisbert Bensch, ehemaliger Tiefbauamtsleiter und nun Projektmanager bei der Stadt Werne. Anlass für die Gefahr: „Die Stufen laufen aus.“ Das bringe offenbar manchen Passanten ins Straucheln.

Stolperfalle: Neue Stufenanlage am Moormannplatz sorgte schon für blutige Nasen

Das Kopfsteinpflaster, neu verlegt, sorgt auch für Nachfragen. Es soll den historischen Charakter unterstreichen. © Till Goerke

„Wir sind im Gespräch mit den Anwohnern darüber, wie man den Absatz deutlicher machen kann“, sagt Bensch. Er hofft allerdings auch auf den Gewöhnungseffekt. „An der Volksbank sind anfangs auch einige Leute gestolpert.“ Das habe sich gelegt.

Weiterer Hoffnungsschimmer für Bensch: „Wenn die Baustelle endgültig abgeschlossen ist, dann wirkt dort alles großzügiger, dann könnte sich das Problem relativieren.“

„Dauernd stolpern Kunden von uns“

Das hofft zumindest auch Andrea Gährken vom Fachgeschäft Optik Hoppe. Sie bestätigt: „Dauernd stolpern sowohl Kunden von uns als auch der benachbarten Geschäfte am Moormannplatz.“ Optik Hoppe habe bereits zwei Blumenkübel auf die Stufenanlage platziert, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. „Aber ganz abschotten wollen wir uns natürlich auch nicht.“

Andrea Gährken sagt, dass man mit der Stadt Werne im Austausch stehe, wie die Gefahrenquelle beseitigt werden könne. „Es ist im Gespräch, eventuell einen Edelstahlbügel anzubringen.“

Gedanken machen, wie Stufen zu entschärfen sind

Gisbert Bensch bestätigt derartige Überlegungen. Gibt aber auch zu bedenken, dass ein Geländer „optisch nicht gut in diesem Bereich aussieht“.

Grundsätzlich seien die Stufenanlage und der Aufbau an dieser Stelle so genehmigt, „sonst hätten wir das natürlich nicht so gebaut“. Jetzt müsse man sich Gedanken machen, wie man die Situation entschärfen könne.

Kritik zudem am kleinteiligen Pflaster

Zu einem zweiten, ebenfalls öfter geäußerten Kritikpunkt zur Neugestaltung des Moormannplatzes hat Bensch eine klare Meinung. Häufiger hätten Passanten Kritik an dem Kopfsteinpflaster mitten auf dem Moormannplatz geäußert.

Dazu Bensch: „Das ist von Anfang an so geplant gewesen und in jeder Präsentation haben wir das so vorgestellt.“ Überall dort, wo sich die Fußgängerzone platzartig erweitere, verwende die Stadt dieses natürliche Kleinpflaster. Bensch: „Das soll den historischen Charakter Wernes unterstreichen.“

Lesen Sie jetzt