Nach dem Bienenhotel bekommt das Stadtmuseum Werne eine hübsche neue Grünanlage

Stadtmuseum

Der Startschuss für den zweiten Teil des Insekten-Wohnraum-Projekts am Werner Stadtmuseum ist gefallen: Bagger haben am Dienstag die benachbarte Wiese umgegraben.

Werne

, 03.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Werner Stadtmuseum sind die Vorbereitungsarbeiten für eine neue Magerwiese gestartet.

Am Werner Stadtmuseum sind die Vorbereitungsarbeiten für eine neue Magerwiese gestartet. © Felix Püschner

Günstigen Wohnraum zu finden, ist nicht immer einfach. Vor allem, wenn man ein Insekt ist. Genau aus diesem Grund hatte das Karl-Pollender-Stadtmuseum in Kooperation mit dem Heimatverein Werne und Rewe Symalla im Februar bereits ein Insektenhotel auf der Grünfläche neben dem Werner Museum aufgestellt. Jetzt ist Phase zwei des Insekten-Wohnraum-Projekts gestartet: die Umgestaltung der Wiese.

Am Dienstag, 3. März 2020, machte ein Bagger mit der bisherigen Rasenfläche kurzen Prozess. Nach knapp vier Stunden hatten zwei Bauhofmitarbeiter ihre Aufgabe bereits erledigt. Die Fläche war zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig umgegraben. Auch von dem Buchsbaumrondel sowie Rosen und Disteln fehlte bereits jede Spur. So wie geplant eben.

Fläche soll Büfett-Bereich für Hotelgäste sein

„Der Buchsbaum war ohnehin vom Zünsler zerfressen und eine einheitliche Wiese macht zukünftig wahrscheinlich auch mehr Sinn“, erklärte Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer auf Anfrage unserer Redaktion. Genau genommen handelt es sich dabei um eine Magerwiese - eine nährstoffarme, aber dennoch pflegeleichte Fläche, in die eine spezielle Saatmischung gegeben wird. „Es könnte dann aber schon zwei oder drei Jahre dauern, bis die Wiese ihr wahres Gesicht zeigt“, so Döhrer.

Schon vorab soll die Fläche aber zu einer Art Büfett-Bereich für die Bewohner des Insektenhotels werden. Bienen, Käfer und Co. sollen hier schon bald Nahrung finden. Auch wenn das Hotel bislang noch leer ist, zeigt sich Döhrer zuversichtlich. Noch sei es ja ziemlich kalt. Und vielleicht habe sich das Angebot bei der Zielgruppe auch noch nicht so sehr herumgesprochen. „Da sollten wir dann wohl noch ein bisschen Werbung machen“, sagt Döhrer augenzwinkernd.

Eichenstämme und eine blumige Umrandung

Abgesehen von der neuen Wiese, unter der sich die Zufahrt zur Roggenmarkt-Tiefgarage befindet, werden zeitnah Eichenstämme in den Boden gelassen. Auch sie sollen Krabbeltieren als Wohnraum dienen. Außerdem denkt die Museumsleitung über eine Bepflanzung der Grünflächenumrandung nach - etwa mit Lavendel. Das könne dann als natürlicher Stopper fungieren, damit nicht zu viele Leute einfach über die Wiese stapfen.

Das wäre schließlich kontraproduktiv für die derzeit hoch im Kurs stehende Artenvielfalt. Zu deren Erhaltung werden bekanntlich immer mehr Projekte ins Leben gerufen. Und dazu gehört nun auch das Werner Projekt ,,Arten Vielfalt“, das das Karl-Pollender-Stadtmuseum, Rewe Symalla und der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund umgesetzt haben.

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