Neuer Treffpunkt für Jugendliche hinter Altem Amtsgericht nimmt Formen an

hzJugendliche in Werne

Eine versteckte Fläche hinter dem Alten Amtsgericht soll den Werner Jugendlichen Raum geben und Anwohner entlasten. Das verkündete die Stadt im Sommer 2019. Nun ist sichtbar Bewegung ins Projekt gekommen.

Werne

, 27.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise sind Anwohner von Baustellen tendenziell ja eher genervt. In diesem Fall dürfte das jedoch anders sein - allerdings nicht bloß, weil besagte Baustelle ziemlich versteckt liegt. Denn von dem, was sich aktuell auf einer kleinen Fläche zwischen Altem Amtsgericht und Jugendzentrum Juwel tut, werden voraussichtlich gleich mehrere Akteure profitieren: In das Projekt Jugendtreffpunkt unter freiem Himmel ist inzwischen Bewegung gekommen.

Nicht zuletzt aufgrund der Beschwerden von Anwohnern wegen eines zu hohen Geräuschpegels rund ums Juwel an der Bahnhofstraße hatte die Stadt im Sommer 2019 angekündigt, einen neuen „Ort mit Aufenthaltsqualität“ für die Jugendlichen zu schaffen. Es folgten Workshops und die Bildung einer Lenkungsgruppe zur Umsetzung des Projekts, für das die Stadt Spenden in Höhe eines gut fünfstelligen Betrags akquirieren konnte. Geld, das man angesichts der „Wunschliste“ der Jugendlichen ganz gut gebrauchen kann.

Jugendliche äußerten viele Wünsche

Letztere hatte die Stadt im Zuge der Planungen nämlich genau danach gefragt, was sie sich von einem neuen kleinen Treffpunkt erhoffen. Die Antworten waren teils ziemlich kreativ. Während man die wohl nicht ganz ernst gemeinten Wünsche - etwa eine Poledance-Stange - recht schnell von der Liste streichen konnte, blieben einige konstruktive Vorschläge übrig.

Die vier mal sechs Meter große Fläche sollte nicht nur überdacht sein und Sitzgelegenheiten bieten - sondern auch mit Mülleimer, Aschenbecher, Beleuchtung, Tischen, Steckdosen und W-Lan ausgestattet sein. Und Outdoor-Musikboxen. Die würde die Stadt so einstellen, dass ein bestimmter Lautstärkepegel nicht überschritten werden kann.

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Und inzwischen sieht man tatsächlich schon etwas vom neuen Treffpunkt. Die Fläche ist abgegrenzt, das Dach steht, zeitnah sollen Pflastersteine für den Boden verlegt werden. „Wir sind gerade dabei, elektrische Leitungen zu ziehen, um den Bereich mit Strom vom Jugendzentrum versorgen zu können“, erklärte Norbert Lutterbeck vom Jugendamt der Stadt auf Anfrage der Redaktion. Für die Nutzung freigeben werde man den Bereich allerdings wohl erst im Sommer: „Spätestens zu den Ferien - wenn Corona das dann auch zulässt.“

Zunächst gehe es darum, die Grundlagen für eine weitere Gestaltung des Treffpunkts zu schaffen, betonte auch Jugendamtsleiter Maik Rolefs. Vorrangig sei nun aber die schrittweise Öffnung des Jugendzentrums angesichts der Corona-Krise. „Wenn wir da wieder im Regelbetrieb sind, können wir uns auch um die Gestaltung des neuen Treffpunkts kümmern“, so Rolefs. Geplant ist, dass die Jugendlichen dabei auch selbst Hand anlegen und unter anderem in Kooperation mit einer Künstlerin Sitzgelegenheiten errichten.

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