Jugend-Sinfonieorchester serviert Hörgenuss und Gaumenfreuden im Kolpingsaal

Neujahrskonzert

Es ist Tradition: Beim Neujahrskonzert des Jugend-Sinfonieorchesters im Kolpingsaal kommt zum Hör- der Gaumengenuss. Während der Darbietung gibt’s Kaffee und Kuchen – ganz leise serviert.

Werne

, 22.01.2019 / Lesedauer: 2 min
Jugend-Sinfonieorchester serviert Hörgenuss und Gaumenfreuden im Kolpingsaal

Vor dem großen Auftritt im Kolpingsaal stimmten die Schüler ihre Instrumente. © Helga Felgenträger

Einige Zuhörer hatten sich ganz spontan entschlossen, das Konzert des Jugend-Sinfonieorchesters des Musikschulkreises Lüdinghausen zu besuchen, wie Marlies Goßheger von der Stadt Werne feststellt.

So lockten die Musikschüler mit ihrer Aufführung am Sonntagnachmittag, 20. Januar 2019, nicht nur Eltern, Tante und Onkel sowie Oma und Opa in den Kolpingsaal: „Es kommen auch Leute, die sich einen unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen machen wollen“, sagt Goßheger.

Da pflichtet ihr Besucherin Annette Rusche-Weiß bei. „Das ist hier in Werne Tradition, dass man Kaffee und Kuchen zum Konzert bekommt“, erzählt die Bergkamenerin. Sie genieße die angenehm nette Atmosphäre im Kolpingsaal.

Jugend-Sinfonieorchester serviert Hörgenuss und Gaumenfreuden im Kolpingsaal

Lars Henning Kuhle und Annette Rusche-Weiß ließen sich am Sonntag den Kuchen im Kolpingsaal schmecken. Für das Paar gehört die Kaffeetafel zum Konzert in Werne dazu. © Helga Felgenträger

„Das ist einzigartig, das gibt es nur in Werne“, stellt auch Musikschulleiter Elmar Sebastian Koch fest. Außer in Werne spielt das Orchester mit seinem Neujahrskonzert in den andern Orten (Lüdinghausen, Nordkirchen, Olfen, und Senden), die zum Musikschulkreis gehören.

Als er dann die ersten Schüler zum Stimmen ihrer Instrumente auf die Bühne holt, verdunkelt sich der Saal und es wird still. Dieses Versprechen mussten die Kellner Marlies Goßheger und dem Musikschulleiter geben. „Kein klapperndes Kaffeegeschirr während der Aufführung.“

Motto des Neujahrskonzertes: „Beziehungskisten“

Passend zu ihrem Konzertmotto „Beziehungskisten“ ging bei der „Musik zum Neuen Jahr“ um reichlich verschmähte Liebe: Viele Anekdoten zu berühmten Musikstücken wusste Musikschulleiter Koch zu erzählen.

So blieb Schuberts bekannte h-Moll-Sinfonie wahrscheinlich deshalb „unvollendet“, weil sie sich allzu freundschaftlich an eine der Sinfonien Beethovens anlehnte. In Johann Strauß‘ Walzer „An der schönen blauen Donau“ ging gar ein alter treuer Gefährte wohl für immer verloren. Und bei Charles Ives‘ „The Unanswered Question“ reden immer alle aneinander vorbei.

Publikum spendet lang anhaltenden Applaus

Trotz Lampenfieber und Aufregung vor dem Konzert überzeugten die jungen Schüler zwischen 13 und 18 Jahren mit ihrer Aufführung. Das Publikum war begeistert und belohnte die Schüler mit einem lang anhaltenden Applaus.

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