Die wechselvolle Geschichte Sim-Jü‘s, u. a. mit großem Viehmarkt, reicht mehr als 650 Jahre zurück. Die Nazis wollten die Kirmes umbenennen, der Name Simon-Juda (abgekürzt Sim-Jü) war ihnen zu jüdisch.
Die wechselvolle Geschichte Sim-Jü‘s, u. a. mit großem Viehmarkt, reicht mehr als 650 Jahre zurück. Die Nazis wollten die Kirmes umbenennen, der Name Simon-Juda (abgekürzt Sim-Jü) war ihnen zu jüdisch. © Förderverein Stadtmuseum Werne
Sim-Jü historisch

„Nichtjüdischer Name“: Nazis wollten Sim-Jü in Werne umbenennen

Die Tradition von Sim-Jü reicht mehr als 650 Jahre zurück, mit der Verleihung des Marktrechtes. In der Nazi-Zeit sollte zumindest die Namens-Tradition enden. Doch die Werner wehrten sich.

„Adolph, von Gottes Gnaden Bischof von Münster, verleiht im Einvernehmen mit seinen Ratgebern seinem ‚wicbelde werne‘ ( Wigbold Werne) und allen, die die übliche ‚kermesse ( Kirchmesse)…tho sente Symon und Juden misse‘ ( zu St. Simon-Juda / 28.Oktober ) besuchen wollen, das Recht der Marktfreiheit. Dieses Recht erstreckt sich auch auf die ‚twe daghe vore unde twe daghe na‘ ( zwei Tage vor und nachher ). Verliehen am 13.Dezember 1362.“ Diese aus dem Mittelniederdeutsch übertragenen Worte befinden sich noch heute gut lesbar auf der ältesten Pergamenturkunde, die Werne besitzt.

Älteste Pergamenturkunde Wernes belegt Sim-Jü-Start

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