Freiluft-Gottesdienst gut besucht - Stühle reichten nicht aus

Ökumene in Werne

Zeit für Begegnung und Bewegung nahmen sich die Christen in Werne und feierten am Montag, 1. Juni 2020, auf dem Kirchplatz vor der Christophorus-Kirche einen Pfingstgottesdienst.

Werne

, 02.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag, 1. Juni 2020, unter Corona-Bedingungen auf dem Kirchplatz.

Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag, 1. Juni 2020, unter Corona-Bedingungen auf dem Kirchplatz. © Bernd Warnecke

Unter das Motto: „Nur Mut – Tür auf!“ hatten die evangelischen und katholischen Seelsorger sowie das Helferteam den ökumenischen Gottesdienst für Jung und Alt gestellt. Für knapp 100 Menschen war am Pfingstmontag der Kirchplatz mit Stühlen im ausreichenden Sicherheitsabstand bestuhlt.

Zahlreiche Werner, die bei sommerlichen Temperaturen sich der strahlenden Sonne aussetzten, mussten sich noch Stühle aus der Kirche holen. Insgesamt folgten der Einladung knapp 200 Menschen. Wegen des ausreichenden Sicherheitsabstandes trugen während des Gottesdienstes nur wenige Menschen Masken.

Sicherheitsabstand machte Masken überflüssig

Masken wären bei dem Gottesdienst, bei dem auch wieder Mitsingen möglich war, hinderlich gewesen. Das musikalische Team um Dagmar Borowski-Wensing und Manfred Hojenski hatte sich ein buntes Mitsingprogramm, unter anderem auch den Song von Karat und Peter Maffay „Über sieben Brücken musst du gehen“, ausgesucht.

Etwa 200 Gläubige versammelten sich, in entsprechendem Sicherheitsabstand, auf dem Kirchhof Werne.

Etwa 200 Gläubige versammelten sich, in entsprechendem Sicherheitsabstand, auf dem Kirchhof Werne. © Bernd Warnecke

Pfingsten feiern die Gläubigen die Sendung des Heiligen Geistes zu den Jüngern Jesu und seine bleibende Gegenwart in der Kirche. In der Kirche steht das Symbol der Taube für den Heiligen Geist. Passend zu dem Symbol stolzierten während des Gottesdienstes zwei Tauben durch die Stuhlreihen und ließen sich von der feierlichen Atmosphäre nicht stören.

Pastoralreferentin Maria Thiemann erinnerte in ihrer Begrüßung an die Tradition, die das Pfingstfest für die Gläubigen hat und hofft, wie das Seelsorgerteam um Pfarrerin Carolyne Knoll, Pfarrer Alexander Meese und Diakon Michael Reckmann, dass die zweite Auflage des ökumenischen Gottesdiensten in Werne einen festen Platz im kirchlichen Veranstaltungskalender findet.

Gedanken-Reise beim ökumenischen Freiluft-Gottesdienst

Nachdem Pastoralreferentin Pia Gunnemann aus den Psalmen las, nahm der evangelische Diakon Michael Reckmann die Menschen mit auf eine Reise. Sie sollten die Augen für ein paar Minuten schließen und sich gedanklich eine Tür vorstellen. „Christen sind Türöffner!“ war das Fazit seiner Erzählung und untermauerte das Motto des Gottesdienstes.

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Nach dem Abschlusssegen durch Pfarrer Alexander Meese gab es ein Geschenk von den katholischen für die evangelischen Seelsorger. Pastoralreferentin Pia Gunnemann überreichte eine große Kerze mit einer Inschrift als Symbol für die gute Zusammenarbeit der Kirchengemeinden in Werne. Nach dem Gottesdienst, bei dem sich der ein oder andere einen leichten Sonnenbrand holte, nutzten die Menschen die Zeit zum Gespräch, dann aber wieder mit Maske.

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