Oldtimer-Treff in Werne steht wohl vor der Rettung

Ersatzort gefunden

Oldtimer-Fans aus Werne und Umgebung können sich offenbar freuen: Für den jüngst wegen nicht erfüllter behördlicher Auflagen geschlossenen Oldtimer-Treff am Gasthaus „Zum letzten Wolf“ an der Grenze zu Herbern hat sich Ersatz gefunden. Es fehlt jedoch noch ein entscheidendes Okay - und es gibt Konkurrenz.

WERNE/HERBERN

, 02.06.2016 / Lesedauer: 3 min
Oldtimer-Treff in Werne steht wohl vor der Rettung

Das letzte Treffen auf dem Gelände "Zum letzten Wolf" fand am 18. Mai statt.

Schon seit einer Woche kursieren Gerüchte, wonach der beliebte Treff vom Norden Wernes ("Zum letzten Wolf") in den Osten verlegt werden soll. Offiziell wollte Johannes Laurenz, Inhaber des Hofes Schulze Blasum, sein Interesse in der vergangenen Woche aber noch nicht bestätigen. Zu groß war die Angst, dass die Gespräche mit der Stadt dadurch gestört werden könnten.

Am Donnerstag schließlich folgte ein Treffen mit dem Bauamt der Stadt, bei dem auch Planungsdezernent Ralf Bülte anwesend war. Der 31-Jährige Laurenz geht mit einem guten Gefühl aus den Gesprächen. Die Stadt sei begeistert von seinem Vorhaben, wolle jetzt aber noch alle rechtlichen Grundlagen klären, um schnell grünes Licht zu geben.

Schneller Start scheint möglich

"Wenn alles gut geht, wird es das erste Treffen schon in diesem Monat geben, ansonsten starten wir im Juli", kündigt Laurenz an. Planungsdezernent Ralf Bülte steht dem Vorhaben Laurenz‘ zunächst positiv gegenüber, „vorausgesetzt, wir bekommen bestimmte Rahmenbedingungen geregelt." Heißt: Was Verkehrsregelung, Stellplatzangebot, sanitäre Anlagen und naturschutzrechtliche Dinge betrifft, ist noch Einiges zu klären. Auch der Kreis Unna muss dazu an den Tisch geholt werden. Erst dann kann Laurenz loslegen.

Was die Termine der Oldtimer-Treffen angeht, das steht schon fest, will der Unternehmer das Konzept seiner Vorgänger, der Familie Hammwöhner und Theo Wellmann, nicht ändern. Sprich: Jeden dritten Mittwoch im Monat sollen bestenfalls Scharen von Oldtimer-Fans mit ihren Schätzchen auf den Hof kommen.

Laurenz: "Passt in mein Konzept"

"Zum letzten Wolf"-Betreiber Heiner Hammwöhner war es, der Laurenz als Nachfolger für das beliebte Treffen ins Gespräch brachte. Wenn nicht der aufstrebende Laurenz, soll er gesagt haben, wer solle es sonst machen? "Das Oldtimer-Treffen passt in mein Konzept, von daher habe ich nicht lange darüber nachgedacht, ob ich es mache", verrät der 31-Jährige, der vor vier Jahren den Hof am Blasum 1 von seinem Vater übernahm. Dort sieht Laurenz das Treffen als "kleinen Baustein im Betrieb." Vor allem für die Verkäufe im Hofladen könnte sich das Treffen für Laurenz am Ende als wahrer Glücksfall herausstellen.

Übrigens: Von der Ankündigung eines Hammer Gastronomen, das Oldtimer-Treffen künftig auf dem Flughafen in Hamm auszurichten und damit in Herberner/Werner Fußstapfen zu treten, hat Laurenz auch schon mitbekommen. "Familie Hammwöhner und Treff-Initiator Theo Wellmann verbitten sich, dass dieser Gastronom eigenmächtig ihre Nachfolge antritt."Angst vor dem "Trittbrettfahrer", wie Laurenz ihn nennt, hat er nicht: "Unser Hof hat sowie so ein ganz anderes Flair, als so ein steriles Flughafengelände."

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