Pastoralreferent Manfred Hojenski (59) legt Amt in Werne nach 18 Jahren nieder

Kirche in Werne

Seit 2002 war Manfred Hojenski als Pastoralreferent in der St.-Christophorus-Gemeinde in Werne tätig. Nun erwartet ihn eine neue Stelle in einer neuen Stadt.

Werne

, 01.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pfarrdechant Jürgen Schäfer (l.) hat am Dienstag den langjährigen Pastoralreferenten Manfred Hojenski (r.) verabschiedet, der eine neue Stelle in Waltrop antritt.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer (l.) hat am Dienstag den langjährigen Pastoralreferenten Manfred Hojenski (r.) verabschiedet, der eine neue Stelle in Waltrop antritt. © Eva-Maria Spiller

18 Jahre lang hat der Pastoralreferent Manfred Hojenski (59) in der St.-Christophorus-Gemeinde in Werne rund 2000 Firmanden auf ihre Firmungen vorbereitet, als Seelsorger tröstende Worte gespendet und war zwischenzeitlich sogar an fünf Werner Schulen aktiv. Am kommenden Donnerstag (1. Oktober) legt Hojenski sein Amt in Werne nieder und beginnt als Seelsorger im Laurentiusstift in Waltrop, wo er sowohl als Seelsorger im Krankenhaus als auch im Altenheim arbeiten wird.

„Erstmal ist es nur ein Stellenwechsel, das war mir auch emotional ganz wichtig“, sagt Hojenski am Dienstag (29. September), einen Tag, bevor seine 18-jährige Tätigkeit in Werne endet. Die Idee zum Stellenwechsel sei schon über eine längere Zeit gereift, habe aber noch nicht kommuniziert werden können. Ein Krankenhausseelsorger habe ihn bei einer Klausurtagung im Dekanat neugierig auf den Job gemacht. „Es ist ein Bereich, den ich mir im reifen Alter vorstellen kann“, so Hojenski, der als gelernter Sozialarbeiter in der Vergangenheit auch schon in einer Psychiatrie tätig war.

„Von 2002 bis heute ist kein Tag gleich geblieben“

„Von 2002 bis heute ist kein Tag gleich geblieben“, sagt Hojenski. „Es gab immer große Veränderungen, es bleibt immer spannend.“ Eine spannende Zeit, die nun in Waltrop weitergehe, wo Hojenski sich voll und ganz dem Bereich Seelsorge widmen wird.

„Uns hat es wie ein Schlag getroffen“, sagt Pfarrdechant Jürgen Schäfer derweil. Doch nach einiger Zeit habe sich die Gemeinde gut vorstellen können, dass Hojenski eine neue berufliche Herausforderung habe annehmen wollen. Auch weil sich die Chancen auf diese Stellen nicht oft böten.

Ganz aus Werne verschwinden wird Hojenski aber nicht, der hier mit seiner Familie wohnt und auch wohnen bleibt. Wie die freie Stelle von Hojenski in der Gemeinde aufgefangen wird, ist unterdessen noch unklar, erklärt Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

In Werne war Manfrad Hojenski neben den Priestern der Einzige, der ebenfalls eine Vollzeitstelle inne hatte. „Wir wollen die nachbesetzen und stehen in Verhandlungen mit dem Bistum Münster“, so Schäfer. Allerdings stünden viele Kandidaten kurz vor der Berentung. Und die Masse, die nötig wäre, um die freiwerdenden Stellen zu füllen, komme nicht nach.

Ehrenamtler hätten sich bereits gemeldet, die sich vorstellen könnten, Teile der Seelsorge zu übernehmen. Auch wenn dies nicht die Vollzeitstelle ersetze, so Schäfer. „Christophorus wird nicht untergehen, aber wir müssen eben gucken.“ Ebenso müsse sich die Gemeinde neu aufstellen und schauen, wo nach Corona die Arbeit der Kirche neu aufgestellt werden müsse und wo Bedarfe da und Hilfen nötig sind.

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