Politik

Wernes Politik will mehr Geld für Bäume und E-Mobilität ausgeben

Das Klimaschutzkonzept hat Wernes Politik bereits beschlossen. Lange warten will sie auf die Umsetzung der Maßnahmen aber nicht. Zumindest nicht auf alle, wie im Umweltausschuss deutlich wurde.
Rainer Hotz und seine Partei wollen mehr Geld in neue Bäume und E-Mobilität in Werne investieren.
Rainer Hotz und seine Partei wollen mehr Geld in neue Bäume und E-Mobilität in Werne investieren. © Felgenträger / Montage Püschner

Baumpflanzungen sind ein Thema, das die Werner Politik in der jüngeren Vergangenheit wieder verstärkt beschäftigt hat. Vor allem, nachdem die Verwaltung erklärt hatte, dass zahlreiche Bäume ohne eingetragenen Grund gefällt worden seien. Die Stadt hatte später zwar betont, die Gründe ließen sich durchaus erschließen (zum Beispiel schlechte Vitalität) und dass man deutlich mehr Bäume gepflanzt als gefällt habe, doch in der Politik rumorte es trotzdem weiter. Vor allem, weil das vor vielen Jahren in Aussicht gestellte Baumpflanzkonzept immer noch nicht vorlag.

Im Klimaschutzkonzept, für das die Politik im Dezember 2021 grünes Licht gegeben hat, spielen Baumpflanzungen durchaus eine Rolle – allerdings ist man in den Reihen der Parteien skeptisch, ob das dafür bereitgestellte Geld tatsächlich ausreicht. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz deutlich. Die Grünen hatten dort einen Antrag eingebracht, in dem die Verwaltung damit beauftragt wird, das Budget zur Ersatzpflanzung von Bäumen im Stadtgebiet von 50.000 Euro auf 100.000 Euro zu erhöhen.

Grüne: Pflanzkonzept gleicht Verluste nicht annähernd aus

In der Begründung hieß es, der Baumbestand habe durch Fällungen rapide abgenommen. Zudem hätten die jüngsten Stürme weitere Bäume entwurzelt. Und weiter: „Das aktuelle Neupflanzungskonzept trägt in keiner Weise dazu bei, diese Verluste auch nur annähernd auszugleichen.“ Daher sei eine finanzielle Aufstockung erforderlich.

Für ihren Vorstoß ernteten die Grünen im Ausschuss viel Zuspruch. Ulrich Höltmann (SPD) meinte in diesem Zusammenhang, man erwarte, dass spätestens im Herbst weitere Bäume gepflanzt werden. Der Antrag wurde später bei sechs Enthaltungen angenommen.

Ebenfalls Erfolg hatten die Grünen mit ihrem Antrag zur Installation von E-Bike-Ladestationen an zentralen Stellen in der Innenstadt. Als konkrete Standorte nannte die Partei den Marktplatz, das Solebad, den Busbahnhof, den Roggenmarkt sowie den Platz an der Partnerschaftsuhr und die Steinstraße mit der Nähe zum Salinenparc.

Warum es solche Säulen in Werne eigentlich noch nicht gebe, fragte Fraktionsmitglied Rainer Hotz: „Wir haben ja auch Ladestationen für E-Autos, obwohl wir gar nicht so viele E-Autos haben.“ Radtouristen gebe es hingegen durchaus – und die kämen zunehmend mit dem E-Bike. Die Besucher könnten die Ladezeit zum Verweilen und sogar für eine kleine Shopping-Tour nutzen, so Hotz.

Auch hierfür gab es Zuspruch – unter anderem von der SPD. Nachdem Planungsdezernent Ralf Bülte darauf hinwies, dass solche Maßnahmen im Mobilitätskonzept Eingang finden würden, betonte Ulrich Höltmann, man wolle nicht ein oder zwei Jahre auf eine Umsetzung warten. Gerade mit kleineren Maßnahmen müsse man schon jetzt anfangen.

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