Radstation leistet wichtige Sozialarbeit

WERNE Sonderlich positiv waren die Schlagzeilen zur Radstation des Perthes-Werks am Bahnhof in letzter Zeit nicht. Neben „Kostenexplosion“ machen ihr Begriffe wie mieses Marketing und schlechter Service zu schaffen.

von Von Rudolf Zicke

, 09.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Radstation leistet wichtige Sozialarbeit

Sabine Riddemann, Günter Gallasch, Klaus Ehrhardt und Winfried Klink werben für die Radstation und um Nachsicht bei kleineren Problemen.

„Das hat uns und vor allem unsere Mitarbeiter sehr getroffen“, erklärten gestern Sabine Riddermann von der Verbundleitung der Perthes-Sozialwerkstätten und Betriebsleiter Klaus Erhardt. In einem Pressegespräch versuchten sie, das angeschlagene Image gerade zu rücken.

Man müsse bedenken, so Riddermann, dass in der Radstation sozial benachteiligte Menschen beschäftigt sind, die auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt keine Arbeit gefunden haben. „Außerdem sind sie nicht so fit wie die meisten anderen Menschen“, erklärte Klaus Ehrhardt. Zum Teil seien sie durch ihre Vorgeschichte stark verunsichert, gerieten deshalb schon einmal in Schwierigkeiten, wenn beispielsweise die Kasse klemme oder der Computer für die Karten nicht wie gewohnt funktioniere, so Ehrhardt. So könne es zu falschen Auskünften oder anderen Problemen kommen.

Mitarbeiter nicht heftig angehen

Hier bitten Riddermann und Ehrhardt um Nachsicht und empfehlen, sich an die Leitung der Radstation zu wenden, statt die Mitarbeiter heftig anzugehen.

Gerade Menschen in solchen Notlagen gelte die Fürsorge des Perthes-Werks, ihnen wolle man eben durch die Beschäftigung in der Radstation helfen, eventuell einen Arbeitsplatz auf dem freien Markt zu finden, sagte Sabine Riddermann. Im Übrigen werde sehr viel auf Qualität in der Radstation gelegt, sie sei zertifiziert und werde regelmäßig überprüft.

Perthes Werk ist dankbar

Der Stadt sei das Perthes-Werk dankbar, dass sie sich die Radstation „erlaubt“ habe. Mit der Stadt und Lokaler Agenda sei man schließlich auch bemüht, die bislang 20-prozentige Auslastung der Radstation – u.a. durch monatliche Events – deutlich zu erhöhen. 

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