Raserei am Neutor: Bürger fordern härteres Durchgreifen der Polizei nach Verkehrsunfall

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Nachdem ein 24-jähriger Werner in ein Fenster der Löwenburg gekracht ist, wünschen sich einige Bürger ein härteres Durchgreifen der Polizei. Sie beobachten häufiges Rasen auf der Straße Am Neutor.

Werne

, 04.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weil er einer Personengruppe ausweichen will, kommt ein 24-jähriger Werner am Samstagabend, 1. Februar, von der Fahrbahn ab und kracht in die Fensterscheibe der Löwenburg. Verletzt wurde niemand. Doch der Schaden ist groß. Die Scheibe ist komplett zerstört und die Kinderbetreuung bleibt auf unbestimmte Zeit zunächst geschlossen.

Für einige Bürger war es nur eine Frage der Zeit, bis etwas auf der Straße Am Neutor in Werne passieren musste. Denn sie machen schon seit längerer Zeit eine Beobachtung: Einige Bürger fahren deutlich zu schnell auf der Straße, die in die Innenstadt von Werne führt. Dabei gilt hier Tempo 30.

Autos rasen durch die Straße

„Daran hält sich aber kaum jemand“, sagt Erika Schmidt, Mitarbeiterin der Löwenburg. Immer wieder beobachte sie Autos, die „durch die Straße oder aus der Einbahnstraße rasen“. Sie meint damit die angrenzende Straße Südmauer, die in die Straße Am Neutor mündet.

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Aber auch vom Bült aus kommend - also stadtauswärts auf die Kamener Straße - kann man sehen, dass sich hier nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Raserei am Neutor: Bürger fordern härteres Durchgreifen der Polizei nach Verkehrsunfall

Die Polizei vertritt die Meinung, dass die scharfe Rechtskurve an der Ecke Am Neutor/Bült eine natürliche Barriere für zu schnelles Fahren bildet. © Andrea Wellerdiek

Ganz im Gegenteil: Einige unverbesserliche Autofahrer drücken hier besonders stark auf das Gaspedal. Deshalb wünschen sich einige Bürger ein härteres Durchgreifen der Polizei auf den Straßen Am Neutor/Bült. Zudem ist die Stelle auf Höhe des Fußgängerübergangs am Eingang der Fußgängerzone nicht gerade übersichtlich.

Kein Unfallschwerpunkt

Von einem Unfallschwerpunkt könne hier aber keinesfalls die Rede sein. Im vergangenen Jahr habe es keine einzige Meldung über einen Verkehrsunfall an dieser Stelle gegeben, erklärt Bernd Pentrop, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna.

Er glaubt, dass die scharfe Rechtskurve, die auf die Straße Bült führt, eine natürliche Barriere sei für zu schnelles Fahren. Dennoch sagt er: „Wir behalten das natürlich weiter im Auge.“

Ermittlungen zum Unfall dauern an

Die Ermittlungen zu dem Verkehrsunfall am Samstagabend dauern weiter an. Ein 24-jähriger Werner musste mit seinem Mercedes Cabriolet einer Personengruppe ausweichen, die sich plötzlich auf der Fahrbahn befand. Daraufhin war er mit seinem Pkw von der Fahrbahn gekommen und krachte in die Fensterscheibe der Löwenburg.

Laut Zeugenangaben seien dann einige Personen aus dieser etwa 20-köpfigen Personengruppe an den Fahrer herangetreten und hatten auf ihn eingeschlagen. Der Fahrer flüchtete und verständigte später die Polizei. Nach der Personengruppe wird weiter gefahndet, so Pentrop.

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