Ausfälle auf RB50 der Eurobahn auch am Donnerstag: „Es ist eine Katastrophe“

hzBahnstrecke RB50

Ausfälle, Verspätungen, Ärger für die Kunden: Erneut ist es am Donnerstag zu großen Problemen auf der Eurobahn-Linie RB50 zwischen Münster und Dortmund gekommen. Die Ursache ist nun eine neue.

Ascheberg, Capelle, Werne, Lünen, Dortmund, Nordki

, 22.10.2020, 14:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Pendler haben sich diesen Tag herbeigesehnt: Seit dem 10. Oktober ist die Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund wieder freigegeben. Nach monatelangem Pendeln mit dem Bus statt mit der Bahn freuten sie sich auf einen (fast) regulären Zugverkehr mit der Eurobahn der RB50. Doch die Freude hielt nicht lange. Mehrere Pendler sind in dieser Woche verärgert über Verspätungen und Ausfälle auf der eingleisigen Strecke zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Auch am Donnerstag (22. Oktober) sind bis mindestens in die Nachmittagsstunden Einschränkungen zu erwarten, wie eine Sprecherin des Eurobahn-Betreibers Keolis ankündigt. Weil es auch nach der langen Sperrung immer wieder zu Problemen auf der Strecke kam, sind viele Kunden verärgert.

Probleme auf der RB50 der Eurobahn häufen sich

Der eine oder andere Pendler wünscht sich mittlerweile sogar schon wieder den Schienenersatzverkehr (SEV) herbei. Dort gab es während der gesamten Zeit - also von Anfang Januar bis Oktober - keine Beschwerde, erklärte Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin des Eurobahn-Betreibers Keolis Anfang Oktober. Einzig eine Pendlerin aus Werne (21) berichtete über einen Busfahrer, der sie am Busbahnhof in Werne hat stehen lassen.

Dies sei ein unglücklicher Einzelfall und keine böse Absicht des Busfahrers gewesen, sagte Pizzuti seinerzeit. Nun, wo nur noch in den Nachtstunden und nur noch bis Montag (26. Oktober) die Busse statt Bahnen zwischen Davensberg und Lünen fahren, gibt es stattdessen wieder Ärger auf der Schiene.

Pendler wünschen sich lieber Schienenersatzverkehr herbei

„Es ist unglaublich, was da im Moment abgeht. Viele hätten sehr gerne den SEV wieder. Denn das hat super geklappt. Aber so - das geht gar nicht“, berichtet eine Pendlerin aus Werne. Sie ist am Mittwochnachmittag (21. Oktober) in Capelle gestrandet. In dieser unfreiwilligen Endstation hätten sie und weitere Fahrgäste selbst dafür sorgen müssen, wie sie an ihr eigentliches Reiseziel kommen können. Denn den Zug mussten sie verlassen. „Das ist eine Katastrophe“, sagt die verärgerte Pendlerin.

Während zuletzt und auch am Mittwochnachmittag eine mittlerweile aufgehobene Störung im Stellwerk Werne für Verspätungen und Ausfälle auf der eingleisigen Strecke sorgte, gibt es eine ganz andere Ursache für die Einschränkungen am Donnerstag (22. Oktober). Demnach ist ein sehr kurzfristiger Personalausfall ausschlaggebend für die Zugausfälle.

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„Es gibt immer eine Ersatz-Lösung bei unserem Personal. Aber dieses Mal gibt es aufgrund einer Verkettung von unglücklichen Umständen eine verschärfte Situation“, wie die Keolis-Sprecherin erklärt. Demnach konnte der Lokführer, der sich kurzfristig krank gemeldet hat, nicht auf die Schnelle ersetzt werden. So konnte für seine komplette Schicht keine andere Lösung gefunden werden, als das Züge ausfallen müssen, so die Sprecherin weiter.

„Wir müssen eine Lösung finden, die für die Kunden die geringst mögliche Auswirkung hat. Wir schauen dann, was aus strategischen und unternehmerischen Gründen uns Planungssicherheit gibt“, erklärt sie.

So verzeichnet sie für den Donnerstag insgesamt 6 Ausfälle (Stand 22. Oktober, 14 Uhr):

  • 9.34 Uhr ab Münster nach Dortmund
  • 10.35 Uhr ab Dortmund nach Münster
  • 12.34 Uhr ab Münster nach Dortmund
  • 13.35 ab Dortmund nach Münster
  • 14.34 Uhr ab Münster nach Dortmund
  • 15.35 Uhr ab Dortmund nach Münster

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