Restaurant Baumhove will Küche mit neuem Siegel „eine Stufe höher bringen“

hzGastronomie in Werne

In Geschäften gehören Bio-Produkte längst zum Standard-Sortiment. In Restaurants sieht das noch anders aus. Baumhove hat jetzt einen großen Bio-Schritt nach vorne gemacht.

Werne

, 10.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob Obst, Milchprodukte oder Wurstwaren - in vielen Lebensmittelgeschäften gehören Bio-Produkte zum Standard-Sortiment. In der Gastronomie sieht das bislang noch anderes aus. Doch das Hotel-Restaurant Baumhove am Markt in Werne hat jetzt einen großen Bio-Schritt nach vorne gemacht: Es ist offiziell bio-zertifiziert.

„Wir haben eine offizielle, staatliche Zertifizierung mit dem Bio-Siegel“, sagt Chef Siegfried Baumhove (37). Seines Wissens nach sei er der einzige Wirt in Werne und auch in der näheren Umgebung, der ein solches Zertifikat aufweisen könne. Damit darf er nun ab sofort offiziell auf seiner Speisenkarte mit den Bio-Produkten werben.

Siegfried Baumhove freut sich über die Bio-Zertifizierung. Er will verstärkt auf diese Sparte setzen.

Siegfried Baumhove freut sich über die Bio-Zertifizierung. Er will verstärkt auf diese Sparte setzen. © Jörg Heckenkamp

Denn obwohl er auch schon vorher Bio-Produkte benutzte, etwa den Fairtrade-Kaffee oder auch Spargel vom Hof Schulze Wethmar, durfte er das bis dahin nicht offiziell bewerben. „Nun werden wir mehr und mehr Bio-Produkte verwenden und das entsprechend auf der Karte ausweisen“, sagt der 37-Jährige, der bekannt ist für seine Kochkünste und ausgefallenen Kreationen.

Die ersten Produkte mit Bio-Auszeichnung finden sich bereits auf der Karte. Freilich handelt es sich dabei eher um Getränke, als um Speisen. So sind sieben Spirituosen der Werner Brennerei Glitz Ehringhausen entsprechend zertifiziert, ebenso der besagte Kaffee wie auch etliche Tee-Sorten. „Aber auch bei den Speisen will ich mehr und mehr Zutaten in Bio-Qualität anbieten“, sagt Siggi Baumhove. Der Zugriff auf solche Produkte sei allerdings saisonal unterschiedlich, „klassisches Beispiel ist der Spargel“.

Mehr und mehr Bio-Produkte auf der Baumhove-Speisenkarte

Aber da er sowieso im Rhythmus von sechs bis sieben Wochen die Speisenkarten ändert, kann er nach und nach mehr Bio-Produkte aufnehmen und seinen Gästen anbieten. Baumhove sieht einen Trend in der Bevölkerung zu hochwertigen Produkten und will darauf eingehen.

Er achte in seiner Küche schon seit geraumer Zeit auf regionale und hochwertige Produkte. So verarbeitet er zum Beispiel Neuland-Fleisch; ein Siegel, das zwar nicht komplett den Bio-Standard erfüllt, aber dem Tierwohl und der regionalen Produktionsnähe verpflichtet ist. Oder Ziegenkäse, der aus Haltern kommt. Baumhove: „Mit der Bio-Zertifizierung wollen wir jetzt noch eine Stufe höher.“

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Für das Siegel musste er Prüfungsfragen beantworten, Speisenkarten einreichen und sich vor Ort kontrollieren lassen. Künftig müsse er zum Beispiel die Lieferscheine aufbewahren, um dokumentieren zu können, dass er Bio-Produkte tatsächlich eingekauft hat. Zur Zertifikats-Erteilung gehöre zudem eine jährliche, unangekündigte Überprüfung seines Restaurants.

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