Rourkela in Not: Förderverein will helfen

WERNE Erschreckende Nachrichten aus Indien erreichten den Förderverein Rourkela: Ausschreitungen, Plünderungen und Verwüstungen mussten die Menschen über sich ergehen lassen. Das berichtet Erzbischof Raphael Cheenath.

von Von Irene Steiner

, 09.01.2008, 16:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rourkela in Not: Förderverein will  helfen

Erschreckende Nachrichten übermittelte Erzbischof Raphael Cheenath an den Förderverein Rourkela.

Fünf Stadtkirchen wurden niedergebrannt, 48 Dorfkirchen zerstört, dazu insgesamt 18 andere christliche Institutionen wie Schwestern-Konvente oder Sozialdienste bei den Ausschreitungen der fundamentalistischen Hindus verwüstet. Fünf Menschen wurden getötet, 400 Häuser geplündert. Und das sind nur die Zerstörungen der ersten drei Tage der Unruhen und auch nur die, die bekannt wurden. Das geht aus einem Schreiben von Erzbischof Raphael Cheenath hervor, das Willi Lülf als Vorsitzendem des Fördervereins vorlag. Der Erzbischof schätzt den entstandenen Schaden auf rund 10 Millionen Rupien (rund 173 000 Euro).

"Wir werden eine Kampagne ins Leben rufen, um den Menschen zu helfen", kündigte Lülf jetzt an. Besonders erschreckend sei es, dass die Behörden nicht zum Schutz der verfolgten Christen eingeschritten seien. In dem Schreiben von Erzbischof Cheenath heißt es sogar, dass eher die Christen verhaftet wurden als die gewalttätigen Hindus. Obwohl den Christen offiziell Schutz versprochen wurde, würden sie weiter von den Fundamentalisten mit Waffen bedroht und zur Flucht gezwungen. Zudem wurden schon vor dem Weihnachtsfest Ausschreitungen befürchtet. "Doch die Behörden kamen der Bitte um Polizeischutz nicht nach", berichtete Willi Lülf empört.

Nun will sich der Förderverein zuerst weiter über die Lage informieren und dann überlegen, wie man konkret helfen kann.

 Rourkela liegt im indischen Nordosten:

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