Nach grausamem Schweine-Tod bei Transporter-Unfall: Tierschützer nehmen das nicht hin

Tiertransporter-Unfall

17 Schweine sind bei einem Transporter-Unfall Ende Juni in Werne so schwer verletzt worden, dass ein Tierarzt sie töten musste. Jetzt erstattet die Tierschutzorganisation Peta Anzeige.

Werne

, 05.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Nach grausamem Schweine-Tod bei Transporter-Unfall: Tierschützer nehmen das nicht hin

Der Anhänger eines Schweinetransporters mit rund 85 Tieren kippte am 28. Juni in der Auffahrt zur A1 um. © Jörg Heckenkamp (A)

Es waren grausame Bilder, als ein Viehtransporter Ende Juni an der A1-Auffahrt an der Nordlippestraße in Werne umgekippt ist. 85 Schweine waren an Bord, 17 von ihnen mussten Tierärzte sogar töten, weil sie so schwer verletzt waren. Jetzt greift die Tierschutzorganisation Peta ein.

Peta hat gegen die Verantwortlichen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dortmund erstattet, unter anderem wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung.

Peta: Transporte quälen Tiere

Für Tiere seien die Transporte stets mit Risiken und Qualen verbunden, heißt es. Sie leiden unter Hunger und Durst und seien erdrückender Enge und Temperaturschwankungen ausgesetzt.

„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei Peta.

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„Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. Die Tierschutzorganisation fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten“, heißt es von Peta.

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