Seltener Einsatz für die Feuerwehr: Ruß in einem Kaminofen hatte sich entzündet

Feuerwehr-Einsatz

Seltener Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Werne: Am Sonntagmorgen rückten die Einsatzkräfte zu einem Kaminbrand in die Burbankstraße aus. Verletzt wurde niemand.

Werne

, 26.01.2020, 12:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seltener Einsatz für die Feuerwehr: Ruß in einem Kaminofen hatte sich entzündet

Die Feuerwehr Werne rückte am Sonntagmorgen zu einem Kaminbrand in die Burbankstraße aus. Kaminbrände werden immer seltener. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Zu einem Kaminbrand wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne am Sonntagmorgen um 8.55 Uhr in die Burbankstraße alarmiert. Beim Anheizen eines Ofens wurde vermutlich Ruß im Ofenrohr entzündet, was zu einer erheblichen Rauch- und Hitzeentwicklung führte. Die entstehende Hitze heizte das Ofenrohr so stark auf, dass das Metall bereits rot glühte, als die Feuerwehr eintraf.

Seltener Einsatz für die Feuerwehr: Ruß in einem Kaminofen hatte sich entzündet

Die entstehende Hitze heizte das Ofenrohr so stark auf, dass das Metall bereits rot glühte, als die Feuerwehr eintraf. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Die Erkundung ergab, dass einerseits das Haus nicht verraucht war und für den Bewohner keine Gefahr bestand. Andererseits war der Kaminzug im ganzen Haus noch kalt, so dass auch von hier keine Brandgefahr ausging.

Trotzdem wurde vorsorglich ein Löschangriff mit einem C-Rohr aufgebaut und Feuerlöscher bereitgestellt. Die Umgebung des Kaminzugs wurde ständig mit einer Wärmebildkamera überprüft, teilte die Feuerwehr mit.

Feuerwehr entfernt Brennstoff

Zunächst wurde der Brennstoff aus dem Ofen entfernt und ein Trupp unter Atemschutz kehrte den Kamin über einen Revisionsschacht auf dem Dachboden. Mit dem Abkühlen des Ofenrohrs verbesserte sich die Situation zunehmend, so dass die Einsatzstelle nach rund eineinhalb Stunden an den Bezirksschornsteinfeger übergeben wurde.

Immer seltener kommt es zu Kaminbränden

„Kaminbrände sind generell sehr selten geworden, da eine Kehrpflicht besteht und das Schornsteinfeger-Handwerk damit Kaminbrände wirkungsvoll verhindert“, erklärt Dr. Bodo Berndsdorf, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr.

Trotzdem kann das Heizen mit Festbrennstoffen zu Rußansammlungen im System führen, die durchzünden und den Kaminbrand auslösen können.

Insbesondere umfasst die Kehrpflicht nicht die Anschlüsse, also die Ofenrohre zwischen Kaminofen und Schornstein. Deren Reinigung obliegt dem Betreiber der Feuerstätte, der den Schornsteinfeger aber dazu beauftragen kann.

Brand kann sich schnell ausbreiten

Sollte es zu einem solchen Kaminbrand kommen, ist eine frühzeitige Alarmierung der Feuerwehr - wie in diesem Fall geschehen - sehr sinnvoll. Die Hitzeentwicklung im Kaminzug kann so stark sein, dass es zur Brandausbreitung und damit zum Gebäudebrand kommt. Je früher die Feuerwehr vor Ort ist, umso eher können geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Einsatzende war gegen 10.30 Uhr. Im Einsatz waren 24 Kameraden mit vier Fahrzeugen des Löschzugs Mitte, die Polizei und der Rettungsdienst Werne.

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