Rainer Schulz zur Sim-Jü-Absage: „Es gab keine andere Chance. Man muss damit leben“

hzVeranstaltung in Werne

Die Absage von Sim-Jü 2020 trifft viele Werner hart. Auch „Mr. Sim-Jü“, Kirmes-Fan und Experte Rainer Schulz bedauert das. Er weiß, worauf es nun bei einer Alternativveranstaltung ankommt.

Werne

, 27.08.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die Sim-Jü in gewohnter Form 2020 stattfinden würde, daran hatten wohl die wenigsten Werner noch geglaubt. Gewissheit gab es dann am Mittwoch, 26. August, als die Stadt Werne die Traditionskirmes offiziell abgesagt hat. Nun beraten die Verantwortlichen gemeinsam mit den Schaustellern, wie eine alternative Veranstaltung aussehen könnte.

Rainer Schulz (76), den viele aufgrund seiner Expertise „Mr. Sim-Jü“ nennen, erklärt, worauf es nun ankommt. „Es muss sich für die Schausteller lohnen. Alles andere macht keinen Sinn. Die Schausteller haben in diesem Jahr schon so viele Niederlagen eingesteckt. Sie müssen genau gucken, ob sie ausreichend Umsätze tätigen können“, sagt der Kirmes-Fan und Experte für das größte Volksfest an der Lippe.

Alternative Veranstaltung zur Sim-Jü muss sich rentieren

Demnach werden die Schausteller, zu denen Schulz einen engen Kontakt pflegt, sich ganz genau überlegen und durchrechnen müssen, ob sie auch für eine kleinere, alternative Variante zur Sim-Jü nach Werne kommen würden. „Sie müssen jetzt ganz klug handeln“, sagt Rainer Schulz.

Und das werden sie wohl auch tun, um eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen. „Ich kann mir alles vorstellen. Denn die Schausteller sind kreativ“, so Schulz. Er verweist aber auch auf temporäre Kirmes-Veranstaltungen, die unterschiedlich gut angenommen wurden.

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Auch in Werne wird es - wenn überhaupt - eine „völlig andere Veranstaltung“ geben. „Man muss alles jetzt ganz neu entwickeln“, sagt Schulz. Die offizielle Absage der Sim-Jü-Kirmes 2020 war seiner Meinung nach unumgänglich: „Das war genau richtig. Es wird sicher jetzt auch weitere Verschärfungen geben aufgrund der steigenden Infektionszahlen. Für Sim-Jü gab es also keine andere Chance. Man muss damit leben“, sagt Rainer Schulz, der seit seiner Kindheit auf Sim-Jü geht.

Wie genau eine alternative Veranstaltung aussehen kann, ist noch ungewiss. Es gab bereits Überlegungen, ein Event auf einem zentralen Platz in Werne, etwa dem Parkplatz Am Hagen, zu organisieren. Da könnte man dann die Zu- und Abgänge und damit die Besucherströme kontrollieren. Dazu müsste die Veranstaltungsfläche wohl eingezäunt werden.

Auch über den Termin müssen die Verantwortlichen noch beraten. Für die für den 24. bis 27. Oktober geplante Sim-Jü hatten bereits alle Schausteller zugesagt. Sie werden laut Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens in diesen Tagen über die offizielle Absage informiert. Welche Schausteller dann für eine Sim-Jü in klein angefragt werden, muss nun entschieden werden.

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