Sim-Jü in klein? Das sind die alternativen Ideen der Stadt zum Kirmes-Aus

hzKirmes in Werne

Weil Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober verboten sind, wird es auch keine Sim-Jü in Werne geben. Zumindest nicht in der gewohnten Form. Nun gibt es erste alternative Ideen.

Werne

, 23.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tausende Besucher schieben sich bei warmem Herbstwetter und Duft von gebrannten Mandeln über die Sim-Jü-Kirmes in der Werner Innenstadt. So, wie die Werner und viele Besucher Sim-Jü kennen, wird die Kirmes definitiv in diesem Jahr nicht steigen.

„Nach jetzigem Stand können wir Sim-Jü so nicht stattfinden lassen. Was wir aber machen können, ist ein anderes Veranstaltungsformat wählen“, erklärt Frank Gründken, Dezernent Innere Verwaltung der Stadt Werne.

Andere Form von Sim-Jü in Werne wird diskutiert

Im Moment sei man in der Stadtverwaltung und mit den Schaustellern in Gesprächen. Sie alle überlegen, welche andere Form von Sim-Jü man in Werne in der Corona-Pandemie anbieten kann. Voraussetzung ist natürlich immer das Einhalten aller Hygiene- und Abstandsregeln in der Corona-Krise.

„Wir haben einige Dinge im Kopf. Aber wir brauchen noch ein bisschen Zeit. Wir müssen das Ganze vernünftig bewerten und es mit den Schaustellern gemeinsam einordnen“, sagt Gründken.

Zunächst müsse auch die Frage geklärt werden, welche Schausteller überhaupt noch Interesse haben, nach Werne zu kommen, wenn die Sim-Jü-Kirmes in ihrer ursprünglichen Form abgesagt werden muss und stattdessen „eine kleinere oder veränderte Veranstaltung stattfindet“, so Gründken.

Eine Kirmes auf einem Platz mit begrenzter Besucheranzahl?

Wie genau eine Alternativveranstaltung aussehen könnte, ist noch ungewiss. Erste Ideen werden bereits besprochen. Eine Vorstellung ist etwa, ob eine Kirmesveranstaltung auf dem Parkplatz Am Hagen steigen könnte. Diesen Bereich könnte man einzäunen, sodass die Zu- und Abgänge zu dem Kirmesgelände für die begrenzte Besucherzahl kontrolliert werden könnten.

Dies sei für eine Kirmes im Innenstadtbereich nicht möglich, erklärte bereits Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne: „Wir können ja schlecht die ganze Innenstadt einzäunen.“

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Eine Alternativveranstaltung könnte am eigentlichen Sim-Jü-Termin (24. bis 27. Oktober) stattfinden. Für diesen Zeitraum haben die Schausteller bereits ihr Kommen für Werne zugesagt. Sie haben Verträge mit einer möglichen corona-bedingten Absage unterschrieben. Welche Schausteller und damit welche Stände und Karussells zu einer Alternativveranstaltung nach Werne kommen könnten, ist ebenso ungewiss wie ein möglicher neuer Name für das Event. „Eine Sim-Jü wie wir sie kennen und lieben, können wir nach jetzigem Stand nicht stattfinden lassen“, betont Frank Gründken. Klar ist aber, dass bei allen Beteiligten der Wunsch besteht, die Kirmes in anderer Form in Werne zu veranstalten.

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