So verliefen die ersten Schultage für die i-Männchen

hzSchulen in Werne

Am Donnerstag wurden die I-Dötzchen der Kardinal-von-Galen-Grundschule eingeschult. Einen Tag später standen der Fototermin und erste „richtige“ Schultag an. Die ersten Eindrücke.

Stockum

, 15.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fototermin für die Erstklässler ist immer etwas Besonderes. Während der Corona-Pandemie bedeutet das Posieren für das Klassenfoto aber auch eines: eine Möglichkeit, die Maske abzusetzen.

Denn als die Schüler der beiden ersten Klassen der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Werne-Stockum aufgestellt und bereit für das Foto sind, heißt es von den Lehrern: „Ihr dürft für einen kurzen Moment die Maske absetzen.“

Die Schüler der Klasse 1a mit ihrem Referendar Dominik May (blaues Hemd).

Die Schüler der Klasse 1a mit ihrem Referendar Dominik May (blaues Hemd). © Tobias Larisch

Viele Kinder setzten danach von selbst wieder ihre Masken auf, so wie es, außer im Unterricht, auf dem ganzen Schulgelände sein muss. „Manche müssen wir noch daran erinnern, wenn die Maske runterrutscht, aber sie machen das wirklich gut“, sagt Dominik May (25), Referendar der Klasse 1a.

Vor allem mit dem Hintergrund, dass die Erstklässler vor den Ferien noch nicht zur Schule gegangen seien und das Tragen einer Make in dem Umfeld logischerweise noch nicht kennen würden, wäre das bemerkenswert.

Die Maske verhindert das Erkennen der Mimik

Im Unterricht sei May froh, wenn er die Maske absetzen und in die Gesichter gucken könne. Auf dem Schulhof müssen die Schüler die Maske seit dem neuen Schuljahr dagegen tragen. „Dadurch ist es natürlich nicht möglich, die Mimik zu erkennen und auch zu deuten“, sagt der Referendar.

Da er die Kinder noch nicht so gut kenne, mache das die Verständigung etwas schwieriger. Untereinander würden sich die I-Dötzchen auch noch nicht so gut kennen, wie es in den vergangenen Jahren vor dem ersten Schultag der Fall war, erklärt Schulleiterin Cordula Stamm.

„Normalerweise machen die Erstklässler vor dem ersten Schuljahr einen Schul-Führerschein, wo sie den ersten Kontakt zueinander haben. Der musste dieses Mal leider ausfallen“, sagt die Schulleiterin. „Dafür klappt das Miteinander bisher aber gut.“

Lehrerin Katrin Sommer (letzte Reihe, in der Mitte) mit dem Klassen-Maskottchen Froggi in der Hand und ihrer Klasse 1b.

Lehrerin Katrin Sommer (letzte Reihe, in der Mitte) mit dem Klassen-Maskottchen Froggi in der Hand und ihrer Klasse 1b. © Tobias Larisch

Auch die Einschulung am Donnerstag (13.8.) sei gut angekommen. „Das Wetter hat gehalten und es war eine nette, entspannte Atmosphäre“, sagt Stamm. Die Einschulung der beiden ersten Klassen fand diesmal nicht gleichzeitig, sondern nacheinander und komplett auf dem Schulhof statt.

Dazu durften nur die Eltern und eventuell Geschwisterkinder anwesend sein. Von den Eltern habe die Schulleiterin im Gespräch nach den Feiern positive Rückmeldungen erhalten. „Sie waren angetan und zufrieden.“

Nach dem ersten „richtigen“ Schultag wurden die Erstklässler von ihren Eltern erwartet.

Nach dem ersten „richtigen“ Schultag wurden die Erstklässler von ihren Eltern erwartet. © Tobias Larisch

Neben einem zeitversetzten Schulbeginn, die Kinder sollen zwischen 8.15 Uhr und Uhr kommen und gestaffelten sowie räumlich getrennten Pausen, habe auch das neue Toilettensystem an den ersten Schultagen geklappt.

„Wenn Kinder auf die Toilette müssen, sollen sie mit dem Fuß eine Stehlampe anschalten“, sagt Stamm. So könnten andere Kinder sehen, dass das WC besetzt sei. Manchmal werde nur vergessen, das Licht wieder auszuschalten.

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