Badleiter des Solebads zieht Sommer-Fazit und ordnet Besucher-Obergrenze ein

hzSolebad in Werne

Eine spezielle Freibad-Saison liegt hinter den Verantwortlichen des Solebads Werne. Entsprechend durchwachsen fällt das Fazit aus. Sie blicken nun vorsichtig voraus und auf die aktuelle Besucher-Obergrenze.

Werne

, 09.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst Lockdown, dann eine Wieder-Eröffnung Schritt für Schritt. Das Solebad in Werne hatte zunächst zweieinhalb Monate in der Corona-Krise komplett geschlossen, ehe mit dem Freibad am 29. Mai der erste Bereich wieder geöffnet wurde. Am 3. Juli schließlich standen mit der Wieder-Inbetriebnahme des Solebeckens dann alle Becken zur Verfügung.

Doch durch strikte Regeln - etwa die Besucher-Obergrenze - konnte nur ein Teil der Bevölkerung das Solebad nutzen. An heißen Tagen im Sommer hatte das Solebad an vielen Tagen „ausgebucht“ gemeldet. Lange Wartezeiten nahmen einige Besucher dennoch in Kauf, um doch noch ins Bad zu kommen.

„Wir haben versucht, so vielen Menschen wie es eben geht eine Gelegenheit zum Schwimmen zu geben. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unter besonderen Begebenheiten alles im Rahmen unserer Möglichkeiten anbieten konnten“, sagt Badleiter Jürgen Thöne.

50 Prozent weniger Besucher und Umsatz im Solebad Werne

Dennoch fallen die Besucherzahlen in der Freibad-Saison, die vom 29. Mai bis zum 23. September lief, aufgrund der coronabedingten Obergrenze insgesamt bescheiden aus. Laut Thöne haben 56.801 Gäste das Bad während der insgesamt 16 Betriebswochen besucht. Das sind durchschnittlich 3550 Besucher in der Woche. Der stärkste Tag war dabei der 6. August mit insgesamt 1285 Besuchern.

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Eigentlich verfügt das Solebad über deutlich höhere Kapazitäten. Das zeigt der Blick auf die Freibad-Saison 2019: Hier waren 2284 Besucher am stärksten Tag (25. August 2019) im Bad. Auch bei der Gesamtzahl zeigt sich ein Minus von etwa 50 Prozent. Insgesamt 69.000 und durchschnittlich 6900 Besucher wöchentlich zählten die Verantwortlichen im Sommer 2019.

Auch 2019 keine richtige Freibad-Saison

Dabei gab es auch im vergangenen Jahr „keine richtige Freibad-Saison“, wie Thöne erklärt. Aufgrund von Sanierungsarbeiten war das Solebad zwar schon Mitte April, das Freibad aber erst Anfang Juli eröffnet worden. Aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Regeln ist die Besucher-Obergrenze derzeit weiterhin begrenzt. Im Familien- und Sportbereich dürfen sich gleichzeitig 130 Personen aufhalten, im Solebecken 100.

Eigentlich könnte das Solebad auch in der Corona-Zeit von der Kapazität mehr Besucher aufnehmen. Doch Thöne sagt: „Wir haben keinen Grund, die Zahlen zu verändern. Wir werden die aktuellen Infektionszahlen immer weiter beobachten. Wir müssen abwarten, wie sich das Ganze entwickelt“.

Man wolle kein Risiko eingehen und deshalb weiter vorsichtig bei den Besucher-Zahlen kalkulieren. „Wir haben sehr hohe Hygienestandards, die wir jetzt noch verschärft haben. Es hat Gründe, wieso noch kein Schwimmbad bislang zum Corona-Hotspot geworden ist“, so Thöne. Und das soll auch so bleiben.

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