Stadt hält Wort: Containerdorf im Dahl wird abgebaut

WERNE Die Stadtverwaltung hat ihr Versprechen, das sie im Juli den Anwohnern des Dahls gegeben hatte, "übererfüllt": Das Containerdorf am Grote-Dahl-Weg wird abgebaut - und zwar komplett und auch nicht erst zum Jahreswechsel, sondern bereits jetzt.

von Von Rudolf Zicke

, 19.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Stadt hält Wort: Containerdorf im Dahl wird abgebaut

Das Containerdorf im Dahl wird abgebaut.

Erster Beigeordneter Lothar Christ hatte den Anliegern seinerzeit die Zusage eines teilweisen Abbaus gemacht, nachdem es großen Wirbel um das "Dorf", in dem seit etwa 15 Jahren Asylbewerber lebten, gegeben hatte.

Die Verwaltung hatte in den Container nämlich zusätzlich Obdachlose untergebracht, um das "Vinzenzstift" freiziehen und abreißen zu können. Hiergegen waren die Anwohner auf die Barrikaden gegangen.

Sie erinnerten daran, dass ihnen beim Aufbau versichert worden war, die Container sollten höchstens etwa vier bis fünf Jahre bleiben; deshalb sahen sie sich hintergangen und fürchteten eine langfristige Verschlechterung ihres Wohnumfeldes.

Gas- und Strom bereits abgeklemmt

Doch dies dürfte in Kürze kein Thema mehr sein. Die Versorgungsträger haben Gas- und Strom- und Wasserleitungen bereits abgeklemmt, gestern starteten die eigentlichen Abbauarbeiten durch die Mitarbeiter einer polnischen Firma.

Dieser hat die Stadt die insgesamt 25 Container, die fünf Wohneinheiten bildeten, verkauft. "Die Alternative wäre die Verschrottung der Container gewesen", erklärte der Leiter der städtischen Hochbauabteilung, Wendelin Jücker, "so ist?s natürlich günstiger für uns."

Notfall-Plan passé

Ursprünglich war geplant, eine Wohneinheit für den "Notfall" stehen zu lassen. "Dafür diese Fläche frei zu halten, hätte aber keinen Sinn gemacht", erklärte gestern Bernd Haverkamp, Leiter der Fachbereichs Soziales; deshalb lasse die Stadt den Komplettabbau vornehmen.

Asylbewerber und Obdachlose sind inzwischen in "normalen" Wohnungen und im Containerdorf im Lindert untergebracht worden.

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