Stärkere Kontrollen von PKW in der Fußgängerzone

Mit Abstimmung

In der Fußgängerzone haben Autos nichts zu suchen - wie der Name schon sagt. Trotz großer Hinweisschilder und einer schmalen Einfahrt halten sich viele Autofahrer aber nicht daran. Jetzt wollen Stadt und Polizei härter dagegen vorgehen und verhängen Geldstrafen. Was sagen Sie zu der neuen Regelung?

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, 29.08.2016, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Fußgängerzonen-Schild wird an der Straße "Markt" oft von den Autofahrern missachtet.

Das Fußgängerzonen-Schild wird an der Straße "Markt" oft von den Autofahrern missachtet.

Mit der Umgestaltung der Fußgängerzone zwischen Bült und Marktplatz wollte die Stadt die Aufenthaltsqualität für Einkäufer und Passanten erhöhen. Auch deshalb verwandelte Stadtplaner Martin Rogge die Einfahrt in die Straße am Markt in eine optische Barriere für Autos.

„Leider ohne durchschlagenden Erfolg“, sagt Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens. Trotz schmaler Einfahrt, trotz großer Hinweisschilder fahren täglich massig Autos unberechtigt in die Fußgängerzone. „Das ist wahrscheinlich die schlechte Gewohnheit, mal eben zum Brötchenkauf oder Geldholen in die Fußgängerzone zu fahren“, mutmaßt Mertens.

Geldstrafen sollen Wirkung zeigen

Wer nicht hören will, soll es nun im Geldbeutel fühlen. Ordnungsamt und Polizei wollen demnächst verstärkt Verkehrsteilnehmer zur Kasse bitten, die unberechtigt

  • in die Fußgängerzone einfahren (PKW 15 Euro, Fahrrad 20 Euro, bestraft die Polizei) und/oder
  • dort parken (30 Euro, bestraft die Stadt).

Die Kontrollen will das Ordnungsamt ausdehnen, auch auf den Abendbereich und Samstage. Christian Posser, Vize-Leiter der Polizeiwache Werne: „Demnächst wollen wir gemeinsam eine Schwerpunkt-Kontrolle sogar an einem Sonntag machen.“ Er klagt: „Überall stehen Schilder, aber keiner hält sich dran.“

Kordula Mertens betont, dass es bei den Knöllchen nicht um die Einnahmen für die Stadt, sondern die Sicherheit der oft älteren Fußgänger geht: „Deshalb werden wir überall in der Innenstadt unsere Kontrollen verschärfen.“ 

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