Theaterstück zeigt Konflikte rund ums „Hotel Mama“

Im Kolpingsaal

Das Theaterstück „Wunschkinder“ ist der Nachfolger von „Frau Müller muss weg“ und am 31. Januar im Kolpingsaal zu sehen. Der Vorverkauf läuft.

Werne

11.01.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Theaterstück zeigt Konflikte rund ums „Hotel Mama“

Der Kartenvorverkauf für das Theaterstück am 31. Januar 2019 im Kolpingsaal Werne läuft. © Agentur

Mit dem Stück „Wunschkinder“ des Autorenduos Lutz Hübner und Sarah Niemitz setzt das Kulturbüro der Stadt die Theaterabonnementreihe der Saison 2018/19 fort und lädt am Donnerstag, 31. Januar, um 20 Uhr in den Kolpingsaal ein, Alte Münsterstraße.

Das Stück ist noch keine zwei Minuten alt, da sind die Zuschauer bereits mitten drin im Grundkonflikt, dem Nervenspiel der Generationen, von dem die Autoren pointiert erzählen.

Zum Inhalt:

Ging es bei „Frau Müller muss weg“ noch um die Probleme überehrgeiziger Eltern von Grundschulkindern am Übergang zum Gymnasium, so setzt „Wunschkinder“ beim nächsten, womöglich entscheidenderen Lebensabschnitt ein: Der gut behütete Nachwuchs hat – wenn auch mit Ach und Krach – das Abitur in der Tasche und soll endlich auf eigenen Füßen stehen.

Doch was, wenn der Sprössling vor der plötzlichen Freiheit und Verantwortung zurückscheut und gar nichts tut? Wenn er sich ungeniert im Hotel Mama ausruht, bis alle mit ihrer Geduld fast am Ende sind? Vor diesem Problem stehen Bettine und Gerd zu Beginn des Stücks mit ihrem Sohn Marc.

Und dann ist da auf der anderen Seite Selma, das ‚taffe Mädel‘ aus Notwendigkeit. Von ihrer alleinerziehenden Mutter Heidrun gerade so über die Runden gebracht, musste sie viel zu schnell selbst Verantwortung übernehmen, weil die psychisch labile Heidrun mit dem Leben nicht zurechtkommt. Doch gerade als Selma allen Widrigkeiten zum Trotz ihren eigenen Weg zu finden beginnt, trifft sie Marc – und seine überfürsorglichen Eltern – und wird vom Leben wieder aus der Bahn geworfen.

Das sind die Grundkonflikte, um die sich „Wunschkinder“ dreht, und die Hübner und Nemitz in bewährter Weise durchexerzieren. Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen sind, und Dialoge, die ohne Umschweife ans Eingemachte gehen, garantieren einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Theaterabend.

In der Inszenierung von Volker Hesse stehen Ulla Wagener (Bettine), Martin Lindow (Gerd), Lukas Schöttler (Marc), Claudia Wenzel (Kathrin), Josepha Grünberg (Selma) und Katharina Heyer (Heidrun) in der Produktion der Konzertdirektion Landgraf auf der Bühne.

Karten zum Preis von 18, 16 bzw. 14 Euro sind erhältlich bei folgenden Vorverkaufsstellen: Kulturbüro, Z.218 im Alten Amtsgericht, Bahnhofstraße 8, Tel. (02389) 71560 oder 71563; Reisebüro Wagner, Markt, Tel. (02389) 50 28; Tourist-Info, Markt 19, Tel. (02389) 534080 sowie an der Abendkasse.
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