Mecke-Skandal

Tierquäler-Skandal in Werne: Die neuesten Entwicklungen im Überblick

Der Skandal um die Tierquälerei in einer Viehsammelstelle der Firma Mecke in Werne bleibt das dominante Thema in der Lippestadt. Hier gibt‘s die aktuellen Entwicklungen im Überblick.
Eine ausgemergelte Kuh liegt am Boden. Sie war in die Viehsammelstelle der Firma Mecke in Werne geliefert worden. © Soko Tierschutz e.V.

Nach dem Tierquälerei-Skandal in einer Viehsammelstelle der Firma Mecke in Werne hat sich Firmenchef Marko Mecke nun öffentlich entschuldigt. Er wolle in Zusammenarbeit mit den Behörden „alles tun, um die Vorfälle lückenlos aufzuklären“ schreibt Mecke unter anderem in einer Stellungnahme am Dienstag (3. August). Zudem wolle er den „guten Namen“ wiederherstellen und das verlorene Vertrauen Stück für Stück zurückgewinnen, so der Betriebsinhaber weiter.

Kunden und auch Kooperationspartner hatten sich bereits in den vergangenen Tagen von dem Unternehmen distanziert. Bei einer Umfrage unserer Redaktion auf dem Werner Wochenmarkt zeigten sich die Menschen fassungslos. Keiner der Befragten will nach den schockierenden Bildern noch bei der alteingesessenen Fleischerei an der Lippestraße einkaufen.

Der Verein Soko Tierschutz hatte zuvor Videomaterial veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie Mitarbeiter der Viehsammelstelle unter anderem brutal auf Kühe und Schweine einprügeln und -treten. Die Staatsanwaltschaft Dortmund nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Der Betrieb wurde geschlossen.

Zwei Männer treten in der VIehsammelstelle der Firma Mecke aus Werne auf ein Rind ein. Die Wählergemeinschaften im Kreis Unna fordern Konsequenzen beim Veterinäramt.
Zwei Männer treten in der VIehsammelstelle der Firma Mecke aus Werne auf ein Rind ein. Die Wählergemeinschaften im Kreis Unna fordern Konsequenzen beim Veterinäramt. © Soko Tierschutz e.V. © Soko Tierschutz e.V.

Viele Menschen forderten anschließend harte Strafen für die Tierquäler. Allerdings könnten letztere ziemlich glimpflich davonkommen, wie Strafrechtsexperte Professor Dr. Jens Bülte von der Universität Mannheim im Gespräch mit unserer Redaktion am Dienstag (3. August) erklärte.

Die Soko Tierschutz hatte bereits am Montag (2. August) erklärt, man wühle sich inzwischen durch einen „Berg von Hinweisen“. Ob alle Hinweise der Wahrheit entsprechen und welche Schlüsse man aus ihnen ziehen kann, müsse nun analysiert werden. Dabei gerät auch das Veterinäramt des Kreises Unna immer mehr in den Fokus.

Die Kreis-SPD hat unterdessen verbesserte Instrumente für die Aufsichtsbehörden gefordert. Konkret: eine Videoüberwachung. Die Bilder aus der Viehsammelstelle seien „verstörend und widerwärtig“ heißt es von der SPD.

Marko Mecke ist Chef des alteingesessenen Werner Familienunternehmens.
Marko Mecke ist Chef des alteingesessenen Werner Familienunternehmens. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Hier ein Ausschnitt unserer bisherige Berichterstattung zum Mecke-Skandal, beginnend mit de aktuellsten Beitrag:

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