Dating-Apps gibt es wie Sand am Meer. Trotzdem fällt es vielen Singles schwer, eine passende zu finden.
Partnersuche

Tinder, Parship und Co: Die moderne Art der Partnerschaftssuche

Immer mehr Alleinstehende melden sich auf Singlebörsen an. Die Auswahl ist riesig, die passende zu finden, ist aber gar nicht so einfach. Was bieten die jeweiligen Portale? Welche Unterschiede gibt es?

Die moderne Partnersuche findet mittlerweile zunehmend im Internet statt. Rund sieben Millionen Alleinstehende in Deutschland sind bei Singlebörsen angemeldet, um dort ihre große Liebe kennenzulernen – Darunter auch der ein oder andere Single aus Werne und Umgebung. Wir vergleichen einige der beliebten Dating-Portale und geben den Wernern Tipps, wie sie ihren potenziellen Partner finden können.

Parship richtet sich an über 30-jährige Singles

Den Slogan „Alle elf Minuten verliebt sich ein Single mit Parship” kennt wohl jeder. Die Wenigsten wissen aber, dass dieser nicht nur frei erfunden wurde. Er stammt von einer deutschen Nutzerbefragung aus dem Jahr 2016. Weltweit registrieren sich wöchentlich rund 37.000 Singles bei dem berühmten Dating-Portal.

Die Parship-App mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Männern und Frauen richtet sich insbesondere an über 30-Jährige, die langfristig eine Beziehung suchen. Sie ist sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte verfügbar. Nutzer finden auf einem Blick ihre Matches, Nachrichten, Besucher und ihr eigenes Profil mit ihren persönlichen Daten. Mit einem Like, einem „Lächeln” oder einer Nachricht können sie andere Nutzer auf sich aufmerksam machen.

Parship ist ohne Abonnement praktisch nicht nutzbar

Ein besonderes Tool ist der Parship-Persönlichkeitstest, welchen die Nutzer direkt nach der Anmeldung ausfüllen müssen. Auf diesem Wege will Parship mit seinem Matching genau die Menschen zusammenführen, die auch am besten zueinander passen.

Dieser beinhaltet viele unterschiedliche Fragen, zum Beispiel über die Vorlieben und Interessen des Singles. Fragen wie „Was scheint dir in einer Partnerschaft am wichtigsten?” oder „Wie reagierst du auf Liebeskummer?” werden anschließend ausgewertet, um passende Matches ausfindig zu machen.

Parship kann zwar auch kostenlos genutzt werden, aber für viele wichtige Anwendungen wird eine Premium-Mitgliedschaft benötigt – unbegrenzt Nachrichten verschicken, die lokale Suche nach Partnern, der Zugriff auf alle Fotos und viele weitere Tools sind nur kostenpflichtig verfügbar.

Bei einem sechsmonatigen Abonnement belaufen sich die Kosten insgesamt auf 249,40 Euro. Je länger ein Single sich anmeldet, desto günstiger wird der Tarif.

Tinder bietet auch gebührenfrei viele Funktionen

Die Dating-App Tinder legt ihr Hauptmerkmal auf das Aussehen der Singles. Dem Nutzer werden Fotos sowie kurze Beschreibungen von den Mitgliedern im direkten Umfeld angezeigt. Wenn dem User der Gegenüber nicht zusagt, kann er das Foto nach links wischen. Möchte er die andere Person aber besser kennenlernen, wischt er nach rechts.

Wenn beide Mitglieder sich füreinander entschieden haben, taucht ein „It’s a Match!” auf. Erst ab diesem Zeitpunkt können sie miteinander chatten oder sich per Video-Chat austauschen.

Die Tinder-App ist für ein iPhone und für ein Android-Smartphone verfügbar. Im Gegensatz zu Parship richtet sie sich an junge Singles, die nicht unbedingt auf der Suche nach einer festen Beziehung sind.

Dating-Apps gibt es wie Sand am Meer. Trotzdem fällt es vielen Singles schwer, eine passende zu finden.

Alle Grundfunktionen des Dating-Portals – die Fotoansicht, das Foto-Gewische und unbegrenzte Nachrichten – sind kostenlos. Bestimmte Features sind den Usern jedoch nur zugänglich, wenn sie ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen.

Tinder bietet verschiedene Abo-Typen mit unterschiedlichen Funktionen an: Das „Tinder Plus”, „Tinder Gold” und „Tinder Platinum” Abonnement. Die Kosten hängen dabei vom Premiumpaket und von dem Geschlecht sowie Alter der Nutzer ab. Unter 28-Jährige bezahlen für ein „Tinder Gold” Abonnement insgesamt ungefähr 54,96 Euro für ein halbes Jahr.

Bei Bumble machen Frauen den ersten Schritt

Die Dating-App Bumble mischt die traditionellen Geschlechterrollen beim Daten auf. Dort müssen die Frauen nämlich den ersten Schritt machen – Nur sie dürfen die Männer anschreiben – andersherum ist es nicht möglich.

Auch auf dieser Plattform müssen die Mitglieder anhand von Fotos nach rechts oder links wischen. Sobald es ein Match gibt, hat die Frau bei heterosexuellen Verlinkungen 24 Stunden Zeit, eine Nachricht an den Mann zu verfassen. Daraufhin kann er ihr euch innerhalb von einem Tag antworten.

Bei gleichgeschlechtlichen Verlinkungen bleiben beiden Parteien 24 Stunden, um sich gegenseitig zu schreiben. Nach abgelaufener Zeit verfallen die Matches wieder. Auch Bumble bietet Video-Telefonie ohne den Austausch von Telefonnummern an.

Wer selbst die Initiative ergreifen möchte, ist bei Bumble richtig

Bumble spricht vor allem Singles an, die nicht schüchtern sind und selbst die Initiative ergreifen wollen, ihren potentiellen Partner zu finden. Dafür sind Sexismus und Macho-Gehabe auf dieser App nicht erwünscht.

Viele Funktionen der feministischen Dating-App sind kostenlos. So wie auf Tinder können sich die User auch zusätzliche Premium-Funktionen dazu buchen, wie zum Beispiel Bumble Boost, Bumble-Premium, SuperSwipe und Spotlight.

Die zusätzlichen Abonnements bieten unter anderem die Möglichkeit, erst später als 24 Stunden eine Nachricht an den Gegenüber zu verfassen, ohne dass das Match verfällt. Auch die „SuperSwipe”-Funktion ist nur kostenpflichtig möglich.

Die Gebühren variieren je nach Abonnement. Sie sind aber deutlich günstiger als die der bereits genannten. Für sechs Monate belaufen sich die Kosten für „Bumble Boost” auf 24,99 Euro.

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