Vollsperrung wird aufgehoben: Bald fahren wieder Züge zwischen Lünen und Münster

hzBahnstrecke Münster-Dortmund

Erleichterung für Bahnpendler: Die Vollsperrung auf der Bahnstrecke zwischen Lünen und Münster wird früher aufgehoben als geplant. Schon ab Oktober soll die RB50 der Eurobahn wieder zu normalen Zeiten fahren.

Lünen, Werne, Nordkirchen, Dortmund

, 17.08.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erfreuliche Nachricht für Pendler der Eurobahn: Schon ab dem 10. Oktober soll die RB50 zwischen Lünen und Münster wieder im Normalbetrieb fahren und alle Halte bedienen. Eigentlich war die Vollsperrung noch bis zum 26. Oktober vorgesehen. Doch nun kommt die Deutsche Bahn (DB) schneller mit den Sanierungsarbeiten für den Eisenbahndamm zwischen Lünen und Münster voran.

Die Züge der RB 50-Linien können somit ab dem 10. Oktober zwischen 5.30 Uhr und 22.30 Uhr wieder zu den normalen Zeiten fahren und an allen Bahnhöfen wie geplant halten. In den Abend- und Nachtstunden finden noch Restarbeiten bis zum 25. Oktober statt. Danach soll die Vollsperrung dann komplett aufgehoben werden, teilt eine Bahnsprecherin mit.

„Ein Segen für alle Beteiligten“

Auch bei Keolis, dem Betreiber der Eurobahn, hat man die Nachricht mit Freude zur Kenntnis genommen. „Nach all den Hiobsbotschaften in der Vergangenheit ist diese Nachricht ein Segen für alle Beteiligten, die das Ende herbei gesehnt haben. Wir freuen uns sehr, dass nach so langer Zeit wieder Normalität einkehrt“, erklärt Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Keolis.

Die Pendler können ab dem 10. Oktober wieder vom Bus auf die Bahn wechseln. Denn mit der Aufhebung der Vollsperrung endet auch der Schienenersatzverkehr, der bereits seit Januar 2020 zwischen Lünen und Davensberg besteht.

Fernverkehrszüge fahren wieder planmäßig

Neben dem Nahverkehr sollen auch die Züge des Fernverkehrs ab dem 10. Oktober wieder planmäßig und mit voller Geschwindigkeit auf der Strecke fahren. Die Züge der zweistündlichen ICE/IC-Linie Hamburg-Münster-Dortmund-Wuppertal-Süddeutschland (Linie 31) werden dann tagsüber zwischen 5.30 Uhr und 22.30 Uhr wieder über die ursprüngliche Strecke mit Halten in Dortmund, Hagen und Wuppertal geführt.

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Die DB hatte im Zuge der Dammsanierung wellenförmige Verläufe des Oberbaus festgestellt – das Schotterbett weist in den Bauabschnitten Werne und Ascheberg unterschiedliche Dicken auf. Die DB muss den Oberbau deswegen komplett abtragen und neu aufbauen. „Diese Arbeiten sind nun schnell und mit Hochdruck abgearbeitet worden, sodass die Vollsperrung früher aufgehoben werden kann“, erklärt eine Bahnsprecherin.

Mitte Juni hatten die Verantwortlichen der Deutschen Bahn noch verkündet, dass die Arbeiten bis zum Ende der Herbstferien, also bis zum 26. Oktober, andauern würden. Nun ging es doch schneller, sodass die Strecke ab dem 10. Oktober und damit zwei Wochen früher als gedacht wieder freigegeben werden kann.

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