Von Toastern, Bier und Vulkanen: Corona ist überall, nicht nur als Virus

Corona-Krise

Aktuell dreht sich alles um das Coronavirus. Doch schon bevor die Pandemie ausbrach, war Corona allgegenwärtig. Im Supermarkt, auf den Straßen und in der Natur: Corona gibt es überall.

Werne

, 07.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist ein Lichtkranz zu sehen - die Korona.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist ein Lichtkranz zu sehen - die Korona. © picture alliance / Tolga Bozoglu

Ob beim Einkaufen, bei der Arbeit oder in der Freizeit - Corona ist in Zeiten der Pandemie das Gesprächsthema Nummer eins und lässt sich kaum aus unserem Leben verdrängen. Doch Corona gab es in unzähligen Facetten schon vor dem neuen Virus Sars-CoV-2. Hier eine kleine Übersicht:

Eine Märtyrerin und ein Vulkan

Die heilige Corona, der Überlieferung nach geboren um das Jahr 160 nach Christus in Ägypten oder Syrien, ist die Schutzpatronin der Fleischer, des Geldes und der Schatzgräber. Da Corona aus dem lateinischen übersetzt Krone heißt, liegt die Verbindung zum Geld nahe. Denn in vielen Ländern wurde, so wie heute noch in Skandinavien, mit Kronen bezahlt. In Österreich und Bayern wird die heilige Corona besonders verehrt. Dort gibt es jeweils eine Ortschaft namens St. Corona und einige Wallfahrtskirchen, die der heiligen Corona geweiht sind.

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Der Monte Corona auf Lanzarote ist das Wahrzeichen des Inselnordens. Der Vulkankegel ist beinahe kreisrund und begehbar. Aktiv war der Vulkan etwa vor 3000 bis 5000 Metern und formte bei der Eruption Lavatunnel, die bis ins Meer führen. Zum Teil sind diese Tunnel begehbar. Einer von ihnen, die Cueva de los Verdes, wurde zu touristischen Zwecken ausgebaut, beleuchtet und mit einer kleinen Konzerthalle versehen.

Fantasy-Lesestoff und Bier

Das Fantasy-Magazin Corona gibt es bereits seit 1997. Anfänglich befasste es sich hauptsächlich mit dem Star-Trek-Universum. Inzwischen behandelt es auch andere Themen aus dem Science-Fiction und Fantasyspektrum. Seit 2014 ist das Corona Magazine auch kostenlos als E-Book erhältlich.

Das Corona-Bier springt in diesen Tagen auch den Wernern beim Einkaufen ins Auge. Im Rewe Symalla beispielsweise gibt es einen extra Aufsteller für das Gebräu. „Corona Extra“ enthält neben Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Hefe auch Mais, Reis und Enzyme aus der Papaya. Das mexikanische Bier wurde erstmals 1925 gebraut. Es entstand nach Eigenangaben durch den Grundgedanken, ein Bier zu schaffen, das der spanischen Krone gerecht wird.

Das Corona-Bier aus Mexiko ist das meistimportierte Bier in den USA.

Das Corona-Bier aus Mexiko ist das meistimportierte Bier in den USA. © picture alliance/dpa

Fahrzeuge und Zigarren

Im letzten Jahrhundert gab es mehrere Automarken namens Corona, die allesamt wieder vom Markt verschwanden. Außerdem gab es von 1957 bis 1996 den Toyota Corona, der in zehn Generationen produziert wurde.

Corona ist zudem die populärste Zigarrenform. Eine Corona-Zigarre ist zylindrisch geformt, hat einen flachen Rundkopf und kann etwa 45 Minuten lang geraucht werden. Es gibt zudem Abwandlungen wie die kleine Petit Corona oder die dicke Corona Gorda.

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Orte, Namen, Haushaltsartikel und Polarlichter

In den USA gibt es drei Städte namens Corona: in Kalifornien, South Dakota und New Mexico. Außerdem trägt ein Stadtteil von New York im Bezirk Queens den Namen Corona. Corona ist zudem ein populärer Nachname im spanischen, portugiesischen und italienischen Sprachraum. Einige erfolgreiche Sportler tragen diesen Nachnamen.

Vielleicht gibt es Korona auch in Ihrer Küche. Denn Korona ist eine Küchenartikel-Firma, die etwa Toaster, Kaffeemaschinen, Waagen, Waffeleisen herstellt.

Es gibt vier Formen von Polarlichtern: Vorhänge, ruhige Bögen, Bänder und Korona. Das Korona-Polarlicht ist ringförmig.

Korona zum essen und zum anschauen

Möglicherweise haben Sie Korona schon einmal gegessen. Denn Korona ist auch der Name einer Erdbeersorte. Und dann gibt es noch die Korona der Sonne. Diesen Lichtkranz um die Sonne kann man besonders gut zur Sonnenfinsternis beobachten, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. So gesehen begleitet uns Korona also stets durch den Tag - auch dann noch, wenn wir die Corona-Krise eines Tages überstanden haben.

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