Einstiges Ikea-Gelände: Bald rollen die Abrissbagger fürs neue Logistikzentrum an

hzGewerbegebiet Wahrbrink

Im Wahrbrink tut sich etwas: Schon bald soll mit dem Abriss eines Gebäudeteils auf dem einstigen Ikea-Gelände begonnen werden. Auch der Zeitplan für das neue Logistikzentrum ist nun bekannt.

Werne

, 02.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Dem Abriss steht nichts mehr im Wege. Grünes Licht gab die Stadt Werne nun für das Abtragen eines Gebäudes auf dem ehemaligen Ikea-Gelände. Sehr zur Freude von Jan Dietrich Hempel. Der Geschäftsführer von Garbe Industrial Real Estate aus Hamburg stellte jüngst die Baupläne der hiesigen Politik vor.

Mit der Zustimmung zum Abriss können bald die ersten Abrissbagger im Wahrbrink rollen. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Wochen mit dem Abriss beginnen“, sagt Hempel. Etwa zwei Wochen dauert es dann wohl, bis der größere der beiden Gebäude-Komplexe auf dem ehemaligen Ikea-Gelände dem Erdboden gleich gemacht ist.

Neues Logistikzentrum könnte in einem Jahr stehen

Der weitere Zeitplan sieht laut Hempel dann wie folgt aus: drei weitere Monate bis zur Baugenehmigung und ein sechsmonatiger Bau. In knapp einem Jahr könnte das neue Logistikzentrum dann stehen. Wer dann dort einzieht, ist noch ungewiss.

Aktuell befände man sich mit mehreren Interessenten im Gespräch. Dabei bleibt es zunächst bei der Ansiedlung von Hella. Der Markisenhersteller ist bereits in ein Gebäude gezogen, das bestehen bleibt. Für die weiteren Mieter streben die Verantwortlichen langfristige Mietverträge von fünf bis sieben Jahren an. Die Mindestlaufzeit der Mietverträge soll laut Hempel drei Jahre betragen.

Ängste der Politik teilt Real Estate nicht

Die langfristige Ansiedlung von Mietern hören die hiesigen Politiker sicherlich auch gern. Sie befürchten allerdings, dass auf dem neuen Logistikgelände zu wenig Lkw-Stellplätze eingeplant sind. Aktuell sind in der vorläufigen Genehmigungsplanung 50 Plätze vorgesehen.

Die Ängste der Politiker, dass einige Lkw-Fahrer, die nicht auf dem Gelände parken können, auf die umliegenden Anliegerstraßen ausweichen, teilt Hempel nicht.

Lkw im Wohngebiet nicht auszuschließen

„Zuvor gab es mit Amazon einen hoch frequentierten Verkehr. Da kann es mal sein, dass die Lkw zu früh oder zu spät kommen. Doch das ist mit dem neuen Logistikzentrum und den neuen Mietern – mit vor allem zentraleuropäischen Zulieferern – nicht vergleichbar“, sagt Jan Dietrich Hempel.

Dass Lkw-Fahrer im Wohngebiet stehen, könne man allerdings nie ausschließen. Und auch eine Erweiterung der Lkw-Stellplätze sei noch möglich. „Wenn wir von der Stadt eine Ausnahmegenehmigung bekommen, könnten wir die Fläche des Logistikzentrums insgesamt erweitern“, so Hempel.

Auch die Umwandlung von Pkw- in Lkw-Stellplätze könnte man in Rücksprache mit den Verantwortlichen der Stadt vornehmen. Es ist noch nicht alles in Stein gemeißelt auf dem einstigen Ikea-Gelände.

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