Wanderer ausgesperrt

Werne Zahlreiche Autofahrer sind verdutzt: «Ihr» Parkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Ausflugslokals «Haus Waldfrieden» in Langern, von dem aus sie seit Jahrzehnten zu Spaziergängen durch den Cappenberger Wald starteten, ist gesperrt. Lange hat der Eigentümer, der Dortmunder Geschäftsmann Limberg, das Parken auf seinem Grundstück akzeptiert.

24.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Nun aber scheint ihm der Geduldsfaden gerissen zu sein. Nachdem die Stadt Werne den Resthof Holtmann am früheren Romberg-Schacht Langern mitsamt der Zufahrt zum Bergbaugelände verkauft hatte, verlagerte sich das bislang dort «angesiedelte» Müllproblem gen «Waldfrieden». Dort türmten sich Bauschutt, Sperrmüll und sogar Gefäße mit Chemikalien, die Limberg auf seine Kosten teuer entsorgen musste. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, hat der Dortmunder an der Einfahrt zu dem Grundstück rot-weiße Pfosten aufstellen lassen. Damit hat er Müllsünder, aber auch Wanderer ausgesperrt. Schon als die Parkmöglichkeiten am Romberg-Schacht weggefallen waren, die Sperrung des Limberg-Geländes sich andeutete, hat Dr. Ralf Wagner, Leiter der Abteilung Umwelt und Verkehr der Stadt Werne, über eine Alternative nachgedacht. «Die hat sich zerschlagen», berichtete er. Das Gelände im Bereich des Wanderwegs am Hof Jücker an der Varnhöveler Straße stehe nicht zur Verfügung. «Eine andere Möglichkeit sehe ich derzeit auch nicht», erklärte Dr. Wagner. Sehr dringlich scheine der Bedarf aber ohnehin nicht zu sein, ergänzte er. Denn bislang habe ihn noch keine Beschwerde über einen fehlenden Wanderparkplatz erreicht. zi-

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