Nach langem Warten: Das sind Wernes neue Rundwanderwege

Wandern in Werne

Das war ein ziemlich langer Weg - doch nun ist man am Ziel. Werne bekommt endlich neue Rundwanderwege. Ganz offiziell, kartiert und ausgewiesen. Die 9 neuen Routen sollen auch mehr Touristen anlocken. Wir zeigen die Wege auf einer interaktiven Karte.

Werne

, 24.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Gisbert Bensch (v.l.), David Ruschenbaum, Bernhard Wesselmann, Hubert Prange, Adrian Kersting, Udo Henkelmann und Bürgermeister Lothar Christ präsentierten die neuen Karten und Markierungen der Rundwanderwege in Werne.

Gisbert Bensch (v.l.), David Ruschenbaum, Bernhard Wesselmann, Hubert Prange, Adrian Kersting, Udo Henkelmann und Bürgermeister Lothar Christ präsentierten die neuen Karten und Markierungen der Rundwanderwege in Werne. © Felix Püschner

Es ist ja nicht so, als hätte Werne bislang keine Möglichkeiten für einen Ausflug in die Natur geboten. Und es ist auch nicht so, als wäre noch nie jemand auf die Idee gekommen, durch die Wälder und entlang der Felder zu wandern. Routen dazu gab es schließlich schon längst - die erste Wanderwegekarte stammt aus dem Jahr 1992. Doch wirklich ideal waren diese Routen nicht. Es handelte sich nämlich nicht um Rundwege sondern eher um Hin- und Rückwege. Heißt: Weil die Wege nur von Süd nach Nord oder von Ost nach West eingezeichnet waren, musste der Wanderer stets irgendwann umdrehen, um zum Ausgangspunkt zurückzugelangen.

Da war es kaum überraschend, dass man sich auf Seiten der Stadt angetan zeigte, als der Wanderclub Werne der Verwaltung im Jahr 2017 mehrere Entwürfe vorlegte, um die beim Wanderclub beliebten Rundwanderwege für die breite Bevölkerung nutzbar zu machen. Der Rat gab grünes Licht für die Erstellung neuer Rundwanderwege - und dann tat sich erst mal nichts mehr.

Sechs Wanderparkplätze stehen in Werne bereit

Im Herbst 2019 zeigte man sich auf Seiten des Wanderclubs noch enttäuscht davon, jetzt ist man hingegen wieder frohen Mutes. Der Grund: Die Karten sind gedruckt, die Schilder für die Wegmarkierungen liegen parat - und auch Gisbert Bensch von der Abteilung Straßen und Verkehr steht in den Startlöchern. Bensch wird die Routen in den kommenden Wochen in ehrenamtlicher Tätigkeit abgehen und auszeichnen. Und er wirkte durchaus erleichtert, als er dies am Mittwoch (20. Mai) auf dem Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße erläuterte.

Dass sich die Umsetzung so sehr verzögerte, habe auch daran gelegen, dass die Stadt sich nicht sofort mit den privaten Eigentümern der an den Wegen gelegenen Grundstücken einigen konnte. Nun sind die Unstimmigkeiten ausgeräumt - und der Weg ist frei für die angemessene Auszeichnung der insgesamt 9 Rundwanderwege, die teils auf den alten Wanderwegen liegen, aber deutlich überarbeitet wurden. Waren beispielsweise ausgehend vom Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße ursprünglich drei Wege geplant, sind es nun vier.

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„Sie sind auch so angelegt, dass sie miteinander kombinierbar sind. Dadurch werden Wanderungen von einer halben Stunde bis zu drei Stunden möglich“, erklärte Bernhard Wesselmann vom Wanderclub Werne. Bevor es soweit ist, werden an allen sechs Wanderparkplätzen Hinweistafeln als Orientierungshilfe angebracht. Anschließend können Interessenten auch beim Verkehrsverein am Roggenmarkt entsprechendes Kartenmaterial bekommen.

Mithilfe von QR-Codes haben Wanderer zudem künftig die Möglichkeit, Mängel auf den Wegen zu melden. Dass es sich bei der Ausweisung der Wege nicht bloß um eine nette Geste handelt, machte Bürgermeister Lothar Christ deutlich: „Das ist für uns ein Quantensprung und ein wichtiger Schritt in Richtung Tourismusregion.“

Die Rundwanderwege im Detail:

  • Mutter Stuff (W1): Von Mutter Stuff an der Selmer Landstraße aus lässt sich die Umgebung von Ehringhausen bis hin zum Kohuesholz erkunden. Für die 6 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa 80 Minuten.
  • Stadtwald (W3): Die Tour durch den Stadtwald gehört zu den schnellsten Wanderrouten in Werne. Der Weg bis zum Bahndamm und wieder zurück beginnt am Parkplatz der Minigolfanlage am Goetheweg. Für die 3,3 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa 40 Minuten.
  • Stockum (W5): Durch den Ort und natürlich um Stockum herum führt diese Runde. Start und Ziel sind auf dem Parkplatz am Werthweg. Die Strecke ist 6,2 Kilometer lang. Dauer: ebenfalls rund 80 Minuten.
  • Lembecker Forst (W9): Für den Weg durch den Lembecker Forst entlang des Horn-Brokwegs und des Horn-Hornewegs eignet sich der Parkplatz an der ehemaligen Gaststätte „Zum letzten Wolf“ als Ausgangspunkt. Die Route ist gut 5 Kilometer lang und dauert durchschnittlich etwa 70 Minuten.
  • Romberg/Schacht VII (W2): Für die mit 3,3 Kilometern ebenfalls recht kurze Strecke benötigt man etwa 45 Minuten. Man erreicht sie am besten vom Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße aus.
  • Langern (W4): Auch hier liegen Start- und Zielpunkt auf dem Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße. Die 5,2 Kilometer schafft ein durchschnittlicher Wanderer in etwa 75 Minuten.
  • Langern/Cappenbergerwald (W6): Für die mit 7,3 Kilometern längste Strecke benötigt man etwa 105 Minuten. Auch hier startet man am besten am Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße.
  • Cappenbergerwald (W7): Los geht es ebenfalls am Wanderparkplatz an der Varnhöveler Straße. Die Strecke ist 4,6 Kilometer lang und dauert etwa 60 Minuten
  • Wanderweg 8: Dieser Rundwanderweg hat in den Unterlagen der Stadt zwar noch keine offizielle Bezeichnung, aber immerhin schon eine Distanz von 5 Kilometern, für die man etwa 70 Minuten benötigt. Am besten erreichbar ist er vom Wanderparkplatz am Schieferkamp aus.

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