Das Kohlenkind - eine Weihnachtsgeschichte Jack Tengo gibt Vorgeschmack auf neues Buch

Redakteur
Montage: EIn Portrait von Jack Tengo und das Cover seines neuen Buches mit einem Förderturmgerüst.
Mathias Tengowski alias Jack Tengo hat eine neue Geschichte geschrieben. © Felix Püschner / Jack Tengo
Lesezeit

Es ist ein eiskalter Winter im Jahr 1946. Die Menschen frieren und leiden Hunger. Das gilt auch für die Familie von Johannes, einem kleinen „Bengel“ aus dem Ruhrpott. Als er die Erzählung hört, der zufolge ungezogene Kinder zu Weihnachten keine Geschenke sondern Kohlestücke bekommen, entschließt sich Johannes, von nun an konsequent unartig zu sein. Auf diese Weise könnte er doch seiner Familie helfen, denkt sich der Junge. Denn wer Kohle zum Heizen hat, muss nicht vor Kälte bibbern.

Genau dies ist das Ausgangsszenario der neuen Geschichte von Mathias Tengowski alias Jack Tengo. Sie trägt den Titel „Das Kohlenkind – eine Weihnachtsgeschichte“ und soll einen Vorgeschmack auf ein Buch geben, an dem der Werner Autor derzeit arbeitet. „Ich plane ein größeres Buch mit mehreren Weihnachtsgeschichten, das aber erst nächstes Jahr erscheinen wird. Ein paar sind schon fertig. ‚Das Kohlenkind‘ ist eine davon“, sagt Tengowski.

Sein erstes Buch veröffentlichte der Werner im Jahr 2019 unter dem Titel „Rechtschreibung – Linksschreibung – Unrechtschreibung“. Das Besondere daran: Tengowski ist Legastheniker. Heute sagt er: „Das Schreiben hilft mir natürlich, es ist ein bisschen wie eine Therapie – und ich kann anderen Leuten mit Legasthenie dadurch Mut machen.“

Idee entstand aus einem Streit heraus

Das hat er mit der ein oder anderen Geschichte durchaus schon geschafft. Die Resonanz in den sozialen Netzwerken ist positiv. Das war sie auch im Falle von „Das Kohlenkind“. Denn bei der Erzählung handelt es sich um die überarbeitete Version eines Textes, den Tengowski bereits veröffentlicht und auch schon auf der Bühne des Weihnachtsmarkts gelesen hat.

Und wie kam ihm die Idee für die Geschichte? Tatsächlich entstand sie aus einem kleinen „Streit“ zweier Facebook-User. „Ich hatte ein Foto von mir im Weihnachtsmannkostüm gepostet. In den Kommentaren wurde dann darüber diskutiert, wie unartige Kinder zu Weihnachten bestraft wurden – eben durch Kohlen oder sogar mit der Rute“, erinnert sich der Autor.

Erzählung hat ungewollte Aktualität

„Das Kohlenkind“ hat vor dem Hintergrund der Energiekrise – wenn man so will – eine ungewollte Aktualität. „Das konnte ich natürlich nicht ahnen, als ich die Geschichte damals geschrieben habe“, sagt Tengowksi, der in seinen Geschichten gerne mal auf Klischees und die Sprache von Menschen aus dem Ruhrgebiet anspielt.

„Das Kohlenkind“ gibt es für 1,99 Euro als E-Book bei Books on Demand (ISBN 9783756231881) und ab dem 6. Dezember als Audio-Datei im Playstore. „Man kann es also auch einfach nur hören, statt es zu lesen. Insofern ist es auch für Legastheniker geeignet“, sagt Tengowski mit einem Augenzwinkern.