Weltrekord-Versuch in Werne: Lüner will Triathlon-Weltmeister herausfordern

hz10. Oktober

Diesen Samstag (10. Oktober) will Sebastian Koke (35) den Triathlon-Weltrekord-Halter Jan Frodeno herausfordern und in 7 Stunden, 35 Minuten und 39 Sekunden möglichst weit schwimmen, laufen und radfahren. Unter anderem im Solebad in Werne.

Werne, Lünen

, 09.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sebastian Koke, Hobbyathlet aus Lünen und gebürtiger Bochumer, will den aktuellen Triathlon-Weltrekord auf Ironman-Distanz von 7 Stunden, 35 Minuten und 39 Sekunden am Samstag (10. Oktober) herausfordern. Und den Start dafür will Koke im Solebad in Werne hinlegen. 45 Minuten Schwimmen gehören zu den Wettkampf-Vorgaben. „Diese Aktion unterstützen wir gern“, heißt es seitens des Solebades.

7 Stunden, 35 Minuten und 39 Sekunden: In dieser Zeit hat der Profisportler Jan Frodeno, der ebenfalls aus NRW stammt, am 17. Juli 2016 seinen Weltrekord aufgestellt. Und in genau dieser Zeit will Koke nun alle drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen absolvieren.

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3,86 Kilometer in 45 Minuten hat Frodeno 2016 im Wasser zurückgelegt. Sebastian Kokes Selbsteinschätzung: 1,8 Kilometer in derselben Zeit für diese Disziplin. Eigentlich, so Koke, habe er in Lünen im Lippebad starten wollen. Doch dort sei es schwierig gewesen, eine Bahn nur für seinen Weltrekordversuch abzusperren, so der Wahl-Lüner.

„Ein reibungsloser Verlauf wäre nicht möglich gewesen. Weil ich auch ins Solebad in Werne gehe, habe ich da nachgefragt und bin da sofort auf offene Türen gestoßen“, sagt Koke. „Die werden mir dann eine Bahn absperren und ich darf dann ab 8 Uhr schwimmen. Dann sind die Frühschwimmer schon weg.“

Sein Ziel: das St.-Hildegard-Hospiz in Bochum

„Auf dem Parkplatz des Solebades steht dann schon mein Fahrrad“, so der Lüner. Mit dem Rad geht es für Koke dann weiter nach Bochum, seine Heimatstadt. „Da stehen dann schon meine Laufschuhe bereit.“ 4 Stunden, 8 Minuten und 7 Sekunden hat Koke fürs Radfahren - so viel Zeit hat Frodeno für 180 Kilometer gebraucht. Für die Disziplin Laufen hat Koke dann noch genau 2 Stunden, 39 Minuten und 35 Sekunden.

In Bochum läuft Koke Fünf-Kilometer-Runden. „Wenn ich weiß, dass ich die letzte Runde nicht mehr ganz schaffe, würde ich das nach der Hälfte abbrechen und ins Ziel laufen“ - zum St.-Hildegard-Hospiz in Bochum, dem eigentlichen Zweck hinter seiner Aktion.

Denn Koke weiß, dass er Frodeno nicht schlagen wird: „Der Rekord ist von einem Profi-Triathleten gemacht worden, da bin ich weit von entfernt. Ich bin ein ganz normaler, leidenschaftlicher Amateursportler, der das neben seinem Beruf macht. Ich habe aber seine Zeiten als Anreiz genommen.“

Er wolle so viele Kilometer wie möglich machen, um Spenden für das Hospiz in Bochum zu sammeln, für das er schon einmal vor knapp zwei Jahren beim Ironman in Zell am See in Österreich gesammelt hatte. Rund 4000 Euro waren damals zusammengekommen.

„Ich habe großen Respekt davor, was die ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeitenden im Hospiz St. Hildegard für Menschen in der letzten Lebensphase leisten. Darum möchte ich als Sportler und mit dem, was ich kann, dieses so überaus wichtige Engagement unterstützen“, so Koke. Er selbst habe auch großen Respekt vor seinem eigenen Tag X.

Für die letzte Disziplin, das Laufen, hat Sebastian Koke am Samstag in Bochum 2 Stunden, 39 Minuten und 35 Sekunden Zeit.

Für die letzte Disziplin, das Laufen, hat Sebastian Koke am Samstag in Bochum 2 Stunden, 39 Minuten und 35 Sekunden Zeit. © Privat

Wer Koke unterstützen möchte, kann auf der Seite des Hospizes (www.hospiz-st-hildegard.de/aktuelles/frodeno-weltrekord-challenge) die Minuten schätzen, die Koke für die einzelnen Disziplinen brauchen wird. Dort können Spender auch eine Summe eintragen, die sie pro absolviertem Kilometer über Koke an das Hospiz spenden wollen.

Alle Sponsoren erhalten direkt nach dem Wettkampf von Kokes Organisationsteam eine E-Mail mit der finalen Kilometersumme, die der Lüner erkämpft hat. „So kann jeder einfach ermitteln, welcher Sponsoringbetrag bzw. welche Spende für unser Hospiz St. Hildegard zusammengekommen ist, und uns das Geld direkt über einen Spenden-Link überweisen“, heißt es weiter.

Die Spendendaten lauten wie folgt: Hospiz St. Hildegard, Sparkasse Bochum, IBAN: DE59 4305 0001 0001 2015 40, BIC: WELADED1BOC, Kennwort: „Weltrekord-Challenge“. „Ich habe schon viele Rückmeldungen erhalten und ich glaube, da kommen echt ein paar Euros zusammen“, sagt Koke.

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